Samstag, März 29, 2008

Neulich im Sandkasten...

Spiegel-online schreibt:
Nach monatelangem - vergeblichem - Warten auf den Weltuntergang haben sieben russische Sektenmitglieder ihre Höhle verlassen. Mehr als zwei Dutzend weitere Anhänger halten sich noch in dem Erdloch versteckt - darunter auch Kleinkinder.

Was ich mich bei solchen Berichten immer frage ist, wieso die Mitglieder von Weltuntergangssekten immer auf die Idee kommen in einem Erdloch einen Weltuntergang zu überleben. Eigentlich ist man doch in einem solchen Loch (mal ganz abgesehen davon, dass es dreckig ist und die sanitären Regelungen auch recht kompliziert sein müssen) vor überhaupt nichts geschützt, außer, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt. Wieso verkriechen sich diese Spinner nicht in einen Atombunker mit Verpflegung für mehrere Jahre? Wieso wandern sie nicht auf eine kleine, nicht-atombombenverseuchte Pazifikinsel aus? Wieso ein Erdloch?

Vielleicht liegt es ja daran, dass der Mensch im Zustand geistiger Umnachtung (schön auch wieder zu sehen, dass man die eigenen Kinder mit dem Wahnsinn ebenfalls infizierte) wieder zu seinen Ursprüngen zurrückkehrt und es seinen Vor-vor-vor-vorfahren nachmachen will, die sich damals ja auch in der Erde verkrochen haben. Eine bessere Erklärung fällt mir leider nicht ein.

Kommentare:

schokinux hat gesagt…

Im Normalfall hoffen die auf irgendeinen Gott, der sie rettet, bevor es überhaupt losgeht.... ;-)

Po8 hat gesagt…

@schokinux
Das macht es ja fast noch schlimmer, denn dann ist ein Erdloch ja vollkommen unnötig, oder? ;-)

schokinux hat gesagt…

Im Loch findet er sie besser...?
(Reine Theorie. Solche Menschen kenne ich glücklicherweise nicht persönlich.)

Po8 hat gesagt…

Stimmt! Da sind dann wenigstens alle auf einem Haufen... ;-)