Montag, März 30, 2009

Neulich beim Stimmvieh...

Der spiegel-online berichtet überraschend kritisch über ein Unding, welches sich das Bundesmerkel im Wahljahr ausgedacht hat - die Abwrackprämie.
Deutschland im Abwrackwahn: Seit die Bundesregierung zum 27. Januar die sogenannte Umweltprämie einführte, die jedem Käufer eines Neuwagens 2500 Euro schenkt, wenn er ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet, erlebt der Automarkt eine wundersame Zwischenkonjunktur mit absurden Folgen. Pressen malmen quer durchs Land im Dauereinsatz, Käufer strömen in die Präsentationshallen, Ersatzteile überschwemmen den Markt - die Preise für Altmetall und Gebrauchtwagen sind im freien Fall. Gleichzeitig suchen Studenten oder Geringverdiener oft vergeblich nach dem 1000-Euro-Wagen.

Selbst wenn man unsterstellt, dass hier etwas Gutes getan werden wollte, so erstaunt doch einerseits die unglaubliche Kurzsichtigkeit der Politik in Verbindung mit der unfassbaren Naivität des Wahlviehs.

Lt. dem Artikel wollen ca. 8 Mio. Autobesitzer die 2.500 € abkassieren. Nach Adam Ries(e) macht das 20.000.000.000 €, also mehr als die Einnahmen der Tabaksteuer. Folglich kommt - grob gerechnet - auf jeden der 40 Mio Arbeitnehmer eine Mehrbelastung von 500 € zu, und das nur, weil das Merkel so tut, als habe es Geld zu verschenken.

Wer sein Auto abwracken lässt, ist im Prinzip also vorsetzlich asozial, so er den Merkel-Trick durchschaut oder andernfalls ein einfältiger Trottel - man kann es sich aussuchen.

Dienstag, März 24, 2009

Neulich beim Schwachsinn^2...

Spiegel-online schreibt:

Bonuszahlungen an bestimmte Manager in den USA sollen laut Votum des Repräsentantenhauses künftig mit 90 Prozent besteuert werden. Dem von den Demokraten eingebrachten Gesetzentwurf zufolge soll dieser höchste Steuersatz für alle Angestellte gelten, die über ein Familienjahreseinkommen von mindestens 250.000 Dollar verfügen und deren Firmen mindestens fünf Milliarden Dollar aus dem staatlichen Rettungsfonds bekommen haben.

Tja, anstatt zu sehen, dass diese milliardenschweren "Hilfsprogramme" schon ein Schritt in die falsche Richtung waren, reagiert man entrüstet so diese Milliarden auch zu Bonuszahlungen verwendet werden und fordert diese mit einem neuen Gesetz zurück. Wie wäre es, wenn man sich schon das Hilfprogramm gespart hätte? Hätte das nicht nur die jetzt verdammten Bonuszahlungen, sondern auch das neue Gesetz verhindert?


Mir kommt das immer so ein bisschen vor wie die Brandstifter, die einen Waldbrand gelegt haben (Wirtschaftskrise) und jetzt erzählen, dass nur Löschen mit Benzin das Problem löst (Geld in den Markt pumpen). Dann sieht man, dass in dem Wald einer steht und sich am Großbrand seine Zigarette anzündet (Bonuszahlungen), was die Konfiszierung der Schachtel Zigaretten nach sich zieht - ein rationales Vorgehen ist für mich hier nicht erkennbar... aber war es das je?

Montag, März 23, 2009

Neulich in der Röhre...

Tube heißt ja bekanntlich Röhre und das gleiche Synonym verwenden auch die Briten für ihren Fernseher. Daraus erklärt sich dann ganz einfach, warum man ein Videoportal "youtube" nennen kann. Nunja, dieses Portal nutzt jetzt auch der hpd und hat dort schon ein paar Videos bereitgestellt... hoffentlich werden es bald mehr.

Samstag, März 21, 2009

Gerade beim blinden Aktionismus...

Eigentlich wollte ich es mir sparen etwas über den aktuellen Amoklauf zu schreiben und vorherzusagen, dass mal wieder "Killerspiele" ganz oben auf der Agenda stehen wird, aber anscheinend wollen die Angehörigen der Opfer ihr Leid und ihre Trauer in Rache verwandeln und mittels eines offenen Briefs ein "politisches Signal" setzen.

Menschlich ist das nur allzu verständlich, denn es stellt sich unweigerlich die Frage warum so etwas passieren konnte. Nur kann man (wie so oft) die Geschehnisse nicht auf einen Grund auf eine Ursache zurückführen. Folglich wird in o.g. Brief natürlich auch ein ganzes Paket geschnürt, was sich denn so alles in der Gesellschaft verändern müsse, damit die Wiederholung eines solchen Amoklaufs unwahrscheinlicher werde. (Dabei sollte man aber immer im Hinterkopf bewahren, dass es bei weitem wahrscheinlicher ist, bei einem Haushaltsunfall zu sterben, als durch einen Amokschützen ums Leben zu kommen - wieso finden sich so wenig offene Briefe bzgl. dieser großen Gefahr?)

Hier nun die Vorschläge der Angehörigen:
  • Wir wollen, dass der Zugang junger Menschen zu Waffen eingeschränkt wird. Die derzeitige gesetzliche Regelung ermöglicht die Ausbildung an einer großkalibrigen Pistole bereits ab dem 14. Lebensjahr. Bedenkt man, dass ein junger Mensch gerade in dieser Zeit durch die Pubertät mit sich selbst beschäftigt und häufig im Unreinen ist, so ist die Heraufsetzung der Altersgrenze auf 21 Jahre unerlässlich.
Ein derartiger Vorschlag wird die Bundeswehr ganz besonders freuen, welche die Rekruten ja schon ab dem 18. Lebensjahr einzuziehen gedenkt. Weiters war der Amokschütze 18 Jahre alt, die Erhöhung von 14 auf 21 ist somit schlicht willkürlich und ohne Begründung, da dieser nicht die letzten 4 Jahre seines Lebens schießen geübt hat. Dieser Vorschlag zieht lediglich eine zusätzliche Gängelung Tausender vernünftiger Sportschützen nach sich, die plötzlich auf ihren Sport verzichten müssten - und zwar für die nächsten 7 Jahre.
  • Wir wollen weniger Gewalt im Fernsehen. Das Fernsehen, als noch wichtigste Informations- und Unterhaltungsplattform, hat einen sehr großen Einfluss auf die Denk- und Gefühlswelt unserer Mitbürger. Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards. Wenn wir es zulassen, dass unseren Mitbürgern weiterhin täglich Mord und Totschlag serviert werden, ist abzusehen, dass die Realität langsam, aber stetig dem Medienvorbild folgen wird. Von den Sendern muss verlangt werden, dass sie ein ausgewogenes Programm anbieten und die Zurschaustellung von Gewalt reduziert wird. Eine „Gewaltquote“, der Anteil von Sendungen mit Gewalt in Relation zur Gesamtsendezeit pro Sender, sollte eingeführt werden.
Tja, nachdem mir persönlich das Fernsehprogramm seit Jahren schon nicht gefällt, habe ich die Konsequenz daraus gezogen und schaue es nicht mehr. Das ist die einfachste Lösung, anstatt hier mit "Gewaltquoten" und ähnlichem Firlefanz zu argumentieren. Weiters fehlt auch die fundierte Herleitung, wie das Fernsehen "ethische und moralische Standards" setzen soll. Das Fernsehen ist lediglich ein Spiegel der Gesellschaft, ist dieses amoralisch, so ist es die Gesellschaft auch und somit auch die Unterzeichner dieses Briefes - as simple as that.
  • Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden. Spiele, ob über Internet oder auf dem PC, die zum Ziel haben, möglichst viele Menschen umzubringen, gehören verboten. Gleiches gilt für alle Gewalt verherrlichenden Spiele, deren Aufbau und Darstellung sehr realistisch sind und bei denen viel Blut fließt.
Und ich will, dass Email verboten wird, denn jeder Amokläufer der letzten Zeit hat vor seinem Amoklauf noch Emails gelesen... Auch hier fehlt wieder jeglicher Nachweis, dass "Killerspiele" Amokläufe begünstigen oder gar verursachen. Sry, aber es geht die Angehörigen (und den Staat) einen glatten Scheißdreck an, was sich auf meiner Festplatte befindet und wieviele tausend Pixelmenschen ich jeden Tag umzubringen gedenke - das ist - wie Religion - Privatsache!
  • Wir wollen mehr Jugendschutz im Internet. In der virtuellen Welt werden heute anonym und gefahrlos Gedankengänge artikuliert und diskutiert, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht. Es darf aber nicht sein, dass sich junge Menschen anonym gegenseitig aufhetzen und zu Gewalteskalationen auffordern.
Auch hier erschließt sich mir der Gedankengang nur aus einem Vergeltungsbedürfnis. Millionen von Menschen sollen bzgl. der freien Rede eingeschränkt werden, weil 15 Menschen auf tragische Weise ums Leben kamen. Alle sollen leiden, nur weil die Angehörigen auch leiden - sehr seltsam und auch bezeichnend, da doch gerade Deutschland in Bezug auf Jugendschutz eine stete Vorreiterrolle einnimmt und sogar mit Pseudo-Zensur-Gremien (nämlich der BPjM) Erwachsenen den Zugang zu Informationen erschwert bzw. unmöglich macht. Wieso gab es in Ländern, die derartige Überwachungspraktiken nicht haben (Österreich, Italien, Spanien...) nicht wesentlich häufiger derartige Amokläufe, was man ja erwarten würde, hätte diese These nur den Hauch einer Berechtigung.
  • Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.
Nachdem oben schon die Gedankenfreiheit eingeschränkt werden sollte, hier nun auch noch die Einschränkung der Pressefreiheit - das ist wenigstens Konsequent.

Vielleicht sollten sich die Angehörigen fragen, warum Amokläufe nie in Militärkasernen oder Polizeistationen stattfinden, sondern immer an Schulen oder Universitäten? Jemand der Amoklaufen will, wird sich natürlich einen Ort aussuchen, bei dem er möglichst sicher gehen kann, dass er auf keine Gegenwehr stößt. Und jemand der Amoklaufen will, wird sich auch illegal eine Waffe besorgen können (wie z.B. Erfurt zeigte). Kriminellen ist es nämlich i.d.R. egal ob Waffenbesitz strafbar ist oder nicht, da sie so oder so vorhaben gegen geltendes Recht zu verstoßen - die Waffe ist nur das i-Tüpfelchen.

Insofern möchte ich die Angehörigen dazu aufrufen, mal ein bisschen mehr in der Realtität anzukommen und aus ihrer persönlichen Trauer und ihrem persönlichen Leid nicht eine kollektive Verurteilung der Gesellschaft zu basteln. Was .de wirklich nicht braucht sind noch mehr und noch schärfere Gesetze, sondern weniger Staat und mehr Eigenverantwortung der Bürger.

Ich warte ja nur noch darauf, dass irgendeiner auf die glorreiche Idee kommt Amokläufe bundesweit zu verbieten um das Problem zu beheben...

Mittwoch, März 18, 2009

Das Wort zum Sonntag #61

Thema heute:
Die Unsinnigkeit von Geschwindigkeitsbeschränkungen.

(Fast) Jeder, der einen Führerschein besitzt und mit einem Auto fuhr wird (wenn er sich selbst gegenüber ehrlich ist) zugeben, schon einmal die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten zu haben. Vermutlich "passiert" dies in .de etliche tausendmal pro Stunde und auch gerade jetzt.

Doch warum neigen Menschen dazu die "zulässige Höchstgeschwindigkeit" zu übertreten? Warum fahren wir z.B. nicht mit 200 km/h über einen unasphaltierten Waldweg? Warum fahren wir nicht 30 km/h auf einer 8 spurigen Autobahn? Nun, der Mensch trifft eine persönliche Risikoabschätzung (RA) bzgl. multipler Faktoren wie z.B. Wetterlage, Verkehrsdichte, Zustand des Fahrzeugts, Sicherheitsmaßnahmen (Airbags etc.) im Fahrzeug, Ablenkung durch Insaßen, persönliche Risikobereitschaft, Wirtschaftlichkeit der Fahrweise usw.. Die lokale Geschwindigkeitsbegrenzung fließt als ein weiterer Faktor in diese Betrachtung mit ein.

D.h. mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung maßt sich ein Dritter, in dem Fall das Verkehrsministerium (oder lokale Verantwortliche) an, eine bessere RA treffen zu können als ich. D.h. wenn meine persönliche RA auf einer vierspurigen Stadtautobahn zu dem Schluss kommt, hier sind 112 km/h in Ordnung, so zwingt man mich auf Grund eines Blechschildes, auf welchem 60 km/h in einem roten Kringel steht und (im Zweifel) mit Waffengewalt bzw. Zwangsenteignung, diese willkürliche Geschwindigkeit zu fahren. Persönliches Leid und zusätzliche Kosten (v.a. in Lebenszeit) wird dabei billigend in Kauf genommen.

Dabei läuft das Konzept der derzeitigen Geschwindigkeitsbegrenzung auch der aktuellen Fahrzeugtechnik zuwider. Ein Fahrzeug hat heute einen kürzeren Bremsweg als vor 30 Jahren, ein Fahrzeug bietet heute eine höhre aktive und passive "Sicherheit" also vor 30 Jahren. D.h. wir kommen schneller zum stehen als vor 30 Jahren (treffen also u.U. die Mauer gar nicht) und so wir sie doch treffen, landet unser Kopf in einem Airbag anstatt auf dem Lenkrad (nachdem Gurtstraffer alles noch mal schön festgezurrt haben usw.). Das einzige, was sich nicht verändert hat, ist das Verkehrsschild.
Für 1953 lässt sich das erste Bundesergebnis (nach dem heutigen Gebietsstand) errechnen: 12 631 Verkehrstote kamen statistisch auf fast 4,8 Millionen Fahrzeuge. Beide Zahlen stiegen in den Folgejahren: 1970 wurden 21 332 Verkehrstote gezählt, der Kraftfahrzeugbestand hatte auf 20,8 Millionen zugenommen. Seitdem ist – mit wenigen Ausnahmejahren – die Zahl derVerkehrstoten permanent gesunken, trotz weiter steigendem Fahrzeugbestand. (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Doch was wäre der po8ische Blog, wenn er nicht auch eine Alternative aufzeigen würde. Wie wäre es, wenn wir nur noch Schilder hätten, die dem Autofahrer Empfehlungen nahelegen.

Der große Vorteil wäre, dass zum einen unbekannte Fakten (z.B. spielende Kinder) in die Risikobetrachtung des Autofahrers unmittelbar einfließen können und zum anderen, dass die moderne Art der Wegelagerei mittels mobiler oder statischer Radarfalle nicht mehr möglich wäre, denn es gibt keine "richtige" oder "falsche" Geschwindigkeit mehr.

Denn verantwortungsvolles und bewusstes Handeln resultiert nicht aus einer möglichst stark (durch Verbote/Verbotsschilder) reglementierten Umgebung, sondern aus einer Umgebung in der ein möglichst hohes Maß an Freiheit für das Individuum herrscht.

Mittwoch, März 11, 2009

Neulich beim Stehlen...

Nachdem die Bußgelder schon wieder erhöht wurden, mal das hier:


§ 21 Fahren ohne Fahrerlaubnis

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
  1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder

  2. als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen wird bestraft, wer

  1. eine Tat nach Absatz 1 fahrlässig begeht,

  2. vorsätzlich oder fahrlässig ein Kraftfahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist, oder

  3. vorsätzlich oder fahrlässig als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 kann das Kraftfahrzeug, auf das sich die Tat bezieht, eingezogen werden, wenn der Täter

  1. das Fahrzeug geführt hat, obwohl ihm die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder obwohl eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs gegen ihn angeordnet war,

  2. als Halter des Fahrzeugs angeordnet oder zugelassen hat, dass jemand das Fahrzeug führte, dem die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder gegen den eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs angeordnet war, oder

  3. in den letzten drei Jahren vor der Tat schon einmal wegen einer Tat nach Absatz 1 verurteilt worden ist.


D.h. es geht hier nicht darum, dass derjenige prinzipiell kein Auto führen kann, sondern dass sich eine Organisation anmaßt darüber zu bestimmen unter welchen Bedingungen er ein Fahrzeug führen darf. Tut er es doch, so wird er zwangsenteignet - darf aber weiterhin die ganze Chose zwangsmitfinanzieren.

Sonntag, März 08, 2009

Damals im heiligen Herz...

... oder auch "Sacré Cœur" wie man das Mädcheninternat nannte. Geführt wurde es natürlich - bei dem Namen! - von Nonnen, welche mit christlicher Nächstenliebe durchtränkt waren:
Enge Bindungen an andere Menschen wurden im Sacré Cœur nicht gerne gesehen. Ich hatte Freundschaft mit der temperamentvollen Tochter eines Kollegen meines Vaters geschlossen. So wie ich war sie an Freiheit gewöhnt. Unsere Freundschaft musste den Müttern jedoch ein Dorn im Auge gewesen sein. Wir wurden, getrennt voneinander, im Keller des Internats mit fünfzehn Peitschenhieben auf den Po bestraft. Anschließend mussten wir ein Gelübde ablegen, niemandem, auch nicht unseren Eltern, von der Züchtigung zu erzählen.

Freitag, März 06, 2009