Donnerstag, August 14, 2008

Neulich beim Papst-Song...

Wie das katholische Realsatiremagazin berichtet, hat doch tatsächlich ein Protestant ein papstkritisches Lied mit dem Namen "Mensch Benedikt" geschrieben. Wie zu erwarten war, ist die Haut religiöserseits immer recht dünn, v.a. dann wenn es um den Oberröckchenträger aus Rom geht. So steht in dem Artikel:

Wegen seines papstkritischen Liedes "Mensch Benedikt" habe er zahlreiche "wüste Beschimpfungen bis hin zur Gewaltandrohung" per E-Mail erhalten, sagte er gegenüber idea. Es sei das erste Mal gewesen, dass Polizisten eines seiner Konzerte geschützt hätten.
Tja, soviel (mal wieder) zum Thema tolerantes und pazifistisches Christentum bzw. Catholica.

Ein Blick auf den Text offenbart™ jedoch nichts wirklich neues und lässt auch vermuten, dass das Lied nicht allzu dolle ist:

Bittlinger fragt Benedikt XVI. in seinem Song:
"Warum schmähst du andere Christen? Warum suchst du offen Streit
und sagst: ,Ihr seid keine Kirche, weil ihr fehlerhaft seid!'?
Wer im Glashaus wirft mit Steinen, endet schnell im Scherbenmeer
und auch viele Katholiken decken diesen Stil nicht mehr."
Naja.. erinnert so ein bisschen an Streetworker "gekreuzt" mit Howard Karpfenteich Carpendale, also nichts was ich mir antun würde, ohne dafür fürstlich entlohnt zu werden.

Auf der anderen Seite muss man ja als Atheist schon für jedes bisschen Kritik am Wirsindpapst dankbar sein... insofern: Danke Clemens!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hehe, die noch viel rechtere Alternative Kreutznet findet Kathnet noch zu lasch und schreibt pikiert:
„ ‘kath.net’ rührt die Mitleidstrommel für den Hetz-Sänger
Der von ‘kath.net’ als „Papst-Kritiker“ vorgestellte Sänger ist in Wahrheit ein übler Beschimpfer von Papst Benedikt XVI. Wegen seines Liedes „Mensch Benedikt“ habe Bittlinger zahlreiche „wüste Beschimpfungen bis hin zur Gewaltandrohung“ per Email erhalten – verdreht die Webseite Ursache und Wirkung.“

DAS ist doch noch viel bessere Satire - und die Kommentatoren haben soviel Schaum vorm Mund, daß sie noch eins drauflegen; z.B.:

„Da gibt es nur eins im Angesicht des Feindes: knallhart beim wahren Glauben an die einzige katholische Kirche bleiben, sich auf keinen Fall verwirren und verwässern lassen.“

„Pfarrer und „Liedermacher“…… das sagt doch schon alles. Warum nicht gleich Priester und Unterhosenverkäufer; Pastor und Table-Dancer. Aber der Kerl sieht ja auch schon aus wie so’n Schlagerstar aus der ZDF-Hitparade.

„ab in den Knast - Wann wird dieser böse Kerl endlich eingesperrt? Die Beleidigung deines fremden Staatsoberhaupts ist doch strafbar?“

Ach ja - die Loving Christians - erinnert mich an den tollen hpd-Artikel über PZ Myers Hostienschändung:

http://hpd.de/node/4988

Auf jeden Fall erhielt PZ Myers nun folgende Post: 39 mal Hassbriefe, darunter vier Todesdrohungen, 34 Forderungen, dass PZ entlassen wird und 25, die ihn aufforderten, stattdessen den Koran zu schänden, was er sich angeblich nicht traue. Stattdessen lege er sich nur mit den harmlosen Katholiken an, die ohnehin niemandem etwas zu Leide tun würden.
DER AUTOR EINER MAIL MEINTE SOGAR GLEICHZEITIG, DASS ER PZ UMBRINGEN WILL UND DASS KATHOLIKEN DOCH SO HARMLOS SEIEN UND ER SICH LIEBER M/IT DEN GROßEN ANLEGEN SOLLE.


Tammox

Po8 hat gesagt…

Thx für den Querverweis ;-)

Ich finde gerade bei solchen Dingen offenbart™ das Christentum seine jahrhundertealte hässliche Fratze, die man doch immer so gut mit Caritas & Co. zu kaschieren sucht. Toleranz war und ist immer nur ein Lippenbekenntnis.