Mittwoch, März 18, 2009

Das Wort zum Sonntag #61

Thema heute:
Die Unsinnigkeit von Geschwindigkeitsbeschränkungen.

(Fast) Jeder, der einen Führerschein besitzt und mit einem Auto fuhr wird (wenn er sich selbst gegenüber ehrlich ist) zugeben, schon einmal die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten zu haben. Vermutlich "passiert" dies in .de etliche tausendmal pro Stunde und auch gerade jetzt.

Doch warum neigen Menschen dazu die "zulässige Höchstgeschwindigkeit" zu übertreten? Warum fahren wir z.B. nicht mit 200 km/h über einen unasphaltierten Waldweg? Warum fahren wir nicht 30 km/h auf einer 8 spurigen Autobahn? Nun, der Mensch trifft eine persönliche Risikoabschätzung (RA) bzgl. multipler Faktoren wie z.B. Wetterlage, Verkehrsdichte, Zustand des Fahrzeugts, Sicherheitsmaßnahmen (Airbags etc.) im Fahrzeug, Ablenkung durch Insaßen, persönliche Risikobereitschaft, Wirtschaftlichkeit der Fahrweise usw.. Die lokale Geschwindigkeitsbegrenzung fließt als ein weiterer Faktor in diese Betrachtung mit ein.

D.h. mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung maßt sich ein Dritter, in dem Fall das Verkehrsministerium (oder lokale Verantwortliche) an, eine bessere RA treffen zu können als ich. D.h. wenn meine persönliche RA auf einer vierspurigen Stadtautobahn zu dem Schluss kommt, hier sind 112 km/h in Ordnung, so zwingt man mich auf Grund eines Blechschildes, auf welchem 60 km/h in einem roten Kringel steht und (im Zweifel) mit Waffengewalt bzw. Zwangsenteignung, diese willkürliche Geschwindigkeit zu fahren. Persönliches Leid und zusätzliche Kosten (v.a. in Lebenszeit) wird dabei billigend in Kauf genommen.

Dabei läuft das Konzept der derzeitigen Geschwindigkeitsbegrenzung auch der aktuellen Fahrzeugtechnik zuwider. Ein Fahrzeug hat heute einen kürzeren Bremsweg als vor 30 Jahren, ein Fahrzeug bietet heute eine höhre aktive und passive "Sicherheit" also vor 30 Jahren. D.h. wir kommen schneller zum stehen als vor 30 Jahren (treffen also u.U. die Mauer gar nicht) und so wir sie doch treffen, landet unser Kopf in einem Airbag anstatt auf dem Lenkrad (nachdem Gurtstraffer alles noch mal schön festgezurrt haben usw.). Das einzige, was sich nicht verändert hat, ist das Verkehrsschild.
Für 1953 lässt sich das erste Bundesergebnis (nach dem heutigen Gebietsstand) errechnen: 12 631 Verkehrstote kamen statistisch auf fast 4,8 Millionen Fahrzeuge. Beide Zahlen stiegen in den Folgejahren: 1970 wurden 21 332 Verkehrstote gezählt, der Kraftfahrzeugbestand hatte auf 20,8 Millionen zugenommen. Seitdem ist – mit wenigen Ausnahmejahren – die Zahl derVerkehrstoten permanent gesunken, trotz weiter steigendem Fahrzeugbestand. (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Doch was wäre der po8ische Blog, wenn er nicht auch eine Alternative aufzeigen würde. Wie wäre es, wenn wir nur noch Schilder hätten, die dem Autofahrer Empfehlungen nahelegen.

Der große Vorteil wäre, dass zum einen unbekannte Fakten (z.B. spielende Kinder) in die Risikobetrachtung des Autofahrers unmittelbar einfließen können und zum anderen, dass die moderne Art der Wegelagerei mittels mobiler oder statischer Radarfalle nicht mehr möglich wäre, denn es gibt keine "richtige" oder "falsche" Geschwindigkeit mehr.

Denn verantwortungsvolles und bewusstes Handeln resultiert nicht aus einer möglichst stark (durch Verbote/Verbotsschilder) reglementierten Umgebung, sondern aus einer Umgebung in der ein möglichst hohes Maß an Freiheit für das Individuum herrscht.

Mittwoch, März 11, 2009

Neulich beim Stehlen...

Nachdem die Bußgelder schon wieder erhöht wurden, mal das hier:


§ 21 Fahren ohne Fahrerlaubnis

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
  1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder

  2. als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen wird bestraft, wer

  1. eine Tat nach Absatz 1 fahrlässig begeht,

  2. vorsätzlich oder fahrlässig ein Kraftfahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist, oder

  3. vorsätzlich oder fahrlässig als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 kann das Kraftfahrzeug, auf das sich die Tat bezieht, eingezogen werden, wenn der Täter

  1. das Fahrzeug geführt hat, obwohl ihm die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder obwohl eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs gegen ihn angeordnet war,

  2. als Halter des Fahrzeugs angeordnet oder zugelassen hat, dass jemand das Fahrzeug führte, dem die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder gegen den eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs angeordnet war, oder

  3. in den letzten drei Jahren vor der Tat schon einmal wegen einer Tat nach Absatz 1 verurteilt worden ist.


D.h. es geht hier nicht darum, dass derjenige prinzipiell kein Auto führen kann, sondern dass sich eine Organisation anmaßt darüber zu bestimmen unter welchen Bedingungen er ein Fahrzeug führen darf. Tut er es doch, so wird er zwangsenteignet - darf aber weiterhin die ganze Chose zwangsmitfinanzieren.

Sonntag, März 08, 2009

Damals im heiligen Herz...

... oder auch "Sacré Cœur" wie man das Mädcheninternat nannte. Geführt wurde es natürlich - bei dem Namen! - von Nonnen, welche mit christlicher Nächstenliebe durchtränkt waren:
Enge Bindungen an andere Menschen wurden im Sacré Cœur nicht gerne gesehen. Ich hatte Freundschaft mit der temperamentvollen Tochter eines Kollegen meines Vaters geschlossen. So wie ich war sie an Freiheit gewöhnt. Unsere Freundschaft musste den Müttern jedoch ein Dorn im Auge gewesen sein. Wir wurden, getrennt voneinander, im Keller des Internats mit fünfzehn Peitschenhieben auf den Po bestraft. Anschließend mussten wir ein Gelübde ablegen, niemandem, auch nicht unseren Eltern, von der Züchtigung zu erzählen.

Freitag, März 06, 2009

Neulich beim Atheisten-Bashing...


Geklaut bei ars libertatis - aber ich musste das einfach haben ;-)

Donnerstag, Februar 12, 2009

Montag, Februar 09, 2009

Freitag, Januar 30, 2009

Neulich bei der Wiiiiiiii...

Photoshop-Phriday zeigt, welch verdecktes Potential noch in der Wii steckt.


Mittwoch, Januar 28, 2009

Montag, Januar 26, 2009

Die po_8ische Hölle #1 - The Beginning

So manch einer mag sich ja schon gefragt haben, warum hier so wenig passiert - nunja, dies liegt v.a. daran, dass ich schon mit dem Training für das (wahrscheinlich) 2011 erscheinende Diablo 3 begonnen habe - sinnigerweise natürlich mit dem Vorgänger.


Das Spiel kostet inkl. Erweiterung (ohne diese sollte man es sich nicht mehr kaufen - denn wer will noch in einer Auflösung von 640x480 spielen?) etwa 15-20 €uronen, die jedoch recht gut investiert sind, denn die Benutzung der Server, das sog. Battlenet, ist kostenfrei (und soll auch für Diablo3 kostenfrei bleiben). Hierbei wird noch zwischen dem "closed" und dem "open" Battlenet (kurz bnet genannt) unterschieden, d.h. beim offenen bnet fungiert der startende Computer als Server, beim geschlossenen wird das Spiel auf einem Server gestartet. Grund dafür ist, dass das closed bnet vor Manipulationen möglichst sicher sein soll (faktisch aber nicht zu 100% ist).

Also flux einen Account im closed bnet erstellt (in meinem Falle natürlich "Po_8") und dann steht man vor der Qual der Wahl. Sieben Charaktäre stehen zur Auswahl und man kann sich kaum entscheiden, wen man wählen soll. Diese sind:
  • Amazone
  • Zauberin
  • Barbar
  • Paladin
  • Totenbeschwörer
  • Assassine
  • Druide
Es gibt wahrscheinlich fast so viele Philosophien darüber, womit man anfangen sollte, wie es Spieler im bnet gibt. Mein persönlicher Favorit für den Start bei Null ist der Totenbeschwörer oder engl. "Necromancer" und zwar in der Ausprägung Skelettmagier, d.h. er beschwört einen Arsch voll Skelette, die ständig um ihn herumwuseln. Der große Vorteil dieses Charakters ist seine fast völlige Teilnahmslosigkeit bei kämpferischen Auseinandersetzungen (bisschen fluchen, bisschen Kadaverexplosion - den Rest machen ja die Skelette) und das Faktum, dass er auch mit schlechter Ausrüstung alle drei Schwierigkeitsstufen schafft. Der große Nachteil ist, dass er sich recht lahmarschig spielt, da er auf die Arbeit seiner Skelette warten muss. Ein weiterer Nachteil ist, dass nur wenige Leute freiwillig mit ihm spielen wollen, da die große Anzahl der Viecher (Skelette, Skelettmagier, Golem und wiederbelebte Monster) die Bildwiederholungsrate in die Knie gehen lassen.
cya in hell ;-)

Freitag, Januar 09, 2009

Neulich beim christlichen Marketing (letzter Teil)

Karl Jaspers (1883-1969)

Uniques selling proposition: Die rationale Form und das anschauliche Sein ist jedes Mal nur das Medium, in dem der eigentliche Beweis aus der Erfahrung des Ungenügends sich hervortreibt. Blickt man durch den Schleier der rationalen Sprache hindurch, so sieht man die Quelle jedes Beweises im Seinsbewusstsein der Existenz, das sich zum Ausdruck bringt.

Reason why: Die Kraft der Beweise besteht nur im existentiell erfüllten Gehalt der Gegenwart des Seins, worin als Chiffre die Transzendenz vernommen wird. [...] Gegen meinen Zweifel gibt es keine Widerlegung, sondern nur ein Tun. Die Transzendenz wird nicht bewiesen, sondern von ihr wird gezeugt. Die Chiffre, in der sie mir ist, wird nicht wirklich ohne mein Tun.


Gott. Just do it.



Luigi Fantappié (1901-1956)

Uniques selling proposition: In dem Wesen, das die Ursache von allem ist, [...] muss eine unendliche Rationalität wirken.

Reason why: Alle Gesetze des naturwissnschaftlichen Universums leiten sich im Grunde von einer einzigen Art Gleichung ab und sind deren partielle Ableitungen.

Supporting evidence: Die komplette Theorie der Zahlen und um so mehr die gesamte Mathematik stellen im wahrsten und tiefsten Sinne des Wortes "unendlich" ein unendliches System der Wahrheit dar, was bedeutet, dass kein menschlicher Geist, der ja immer Beschränkungen unterliegt, dem je auf den Grund gehen und es komplett besitzen könnte. [...] Die heutige Mathematik sollte nicht mehr als Naturwissenschaft betrachtet werden, sondern eher als die wahre und eigentliche metaphysische Wissenschaft, die wahre und eigentliche "Ontologie".

Gott. Zahlen lügen nicht!



Wilhelm Friedrich Weischedel (1905-1975)

Unique selling proposition: Indem das skeptische Denkendas unvordenkltiche Geheimnis als seinen eigenen Ursprung und als Mächtigkeit über aller Wirklichkeit erfährt, redet es von Gott.

Reason why: Nimmt man so das Geheimnis als Wirklichketi und als letzte Wirklcihkeit an, dann scheint man in der Nähe von Mystik und christlichem Glauben zu geraten. Denn auch für die Mystik ist das erste das Mysterium der Gottheit [...].

Supporting evidence: So ist das Geheimnis als das, was allem Denken vorangeht, das Unvordenkliche, was also allem Denken zuvor ist, ohne doch als solches eigens gedacht werden zu können. [...] Das Wissen von der Gottheit ist ebensosehr Erkenntnis wie Verzicht auf Erkenntnis: Ein Umkreisen des Geheimnisses.


Gott. Zweifeln sie noch, oder glauben Sie schon?


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Mittwoch, Januar 07, 2009

Lord Helmchen revolution...

Prosit Neujahr!

Vermutlich hat jeder mitbekommen, dass Dieter Althaus, seines Zeichens CDU Ministerpräsident von Thürigen, am 1. Januar in einen Skiunfall auf österreichs Pisten verwickelt war. Bekannt ist derzeit folgendes:
  • Althaus trug einen Helm und überlebte schwerverletzt
  • die Frau trug keinen Helm und starb auf dem Weg ins Krankenhaus
Auf Grund dessen gibt es einen Run auf Skihelme, da man - wie beim Radfahren - in die Denkfalle tappt, dass ein Helm das Leben rette. Dabei ist der einzige Garant dafür eine umsichtige und vorsichtige Fahrweise, welche man leider immer weniger und weniger beobachten kann. Einer der wenigen, die die Faktenlage richtig einschätzen, ist der Ufallchirurg Christoph Kruis, der im SZ-Artikel so zitiert wird:
"Medizinisch betrachtet bietet ein Helm Schutz vor Gewalteinwirkung und bietet dem Individuum zweifelsfrei einen Vorteil." [...] "Im Bergsport ist immer wieder zu beobachten, dass ein Zusatz an objektiver Sicherheit durch bessere Ausrüstung sehr schnell egalisiert wird durch eine dadurch erst verursachte höhere Risikobereitschaft." [...] "Die Menschen müssen Eigenverantwortung übernehmen. Beim Sprung von einem 50 Meter hohen Kirchturm haben Sie beim Aufprall eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Den gleichen Effekt haben Sie, wenn zwei Skifahrer mit 50 Stundenkilometern aufeinander prallen. Diese Dimension ist den meisten Skifahrern gar nicht klar."

Und speziell diese erhöhte Risikobereitschaft kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Leute, die erst eine Woche auf den Brettern stehen, düsen die viel zu leichten Pisten in einem viel zu hohen Tempo hinunter. Ein Sturzhelm (denn wie beim Fahrradhelm ist vom Skihelm auch nicht viel mehr zu erwarten) erhöht die eigene gefühlte Sicherheit und zugleich aber auch das Risiko aller anderen Skifahrer durch die riskantere Fahrweise.

Und wenn man sich diesen Video ansieht, dann liegt bei mir die Vermutung nahe, dass die Frau (von der man immer weniger und weniger hört, war sie doch nur Hausfrau und 4fache Mutter, noch dazu aus Slowakei! - da ist ein Ministerpräsident natürlich wichtiger...) nur deswegen sterben musste, weil Althaus über seine Verhältnisse fuhr, evtl. nach vorherigem Genuss von 1-2 Jagertee - das wird die Blutuntersuchung zeigen, und ihrem ungeschützten Kopf noch mal ordentlich eins mit seinem Sturzhelm eingeschenkt hat (oder er hatte einfach den besseren Betonschädel?). Gestützt wird diese These vom ungewöhnlichen Unfallort, der tief in der Piste der Frau lag (wie man hier oder hier sehen kann) und von meinen persönlichen Erfahrungen. Um derartige Verletzungen auf beiden Seiten hervorzurufen muss man schon mit ordentlichem Tempo unterwegs sein - kontrolliertes Abschwingen genügt hier nicht. Wie passend auch, dass keine Zeugen aufzufinden sind, obwohl ich menschenleere Pisten seit 20 Jahren nicht mehr gesehen habe, und Althaus unter Amnesie leidet. Honi soit qui mal y pense...

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Dienstag, Dezember 23, 2008

Damals 1598 in Würzburg...

Nachdem ja z.Zt. aktuell das von den Christen geklaute Weihnachtsfest in aller Munde ist möchte ich an dieser Stelle auf die Opfer der christlichen Hexenverfolgung in Würzburg 1598 hinweisen. Die Liste ist nicht vollständig, zeigt aber sehr schön, wer alles vom religiösen Wahn der Fanatiker getroffen wurde:
  • der Ratsdiener Gering
  • die alte Frau Kanzler
  • die dicke Frau des Schneiders
  • die Köchin von Herrn Mengerdorff
  • ein Fremder
  • eine Fremde
  • Baunach, ein Ratsherr, der dickste Bürger von Würzburg
  • der alte Hofschmied
  • eine alte Frau
  • ein kleines Mädchen, neun oder zehn Jahre alt
  • ein jüngeres Mädchen, ihre kleine Schwester
  • die Mutter der beiden zuvor erwähnten Mädchen
  • Lieblers Tochter
  • Göbels Kind, das schönste Mädchen von Würzburg
  • ein Student, der viele Sprachen beherrschte
  • zwei Knaben vom Münster, jeder zwölf Jahre alt
  • Steppers kleine Tochter
  • die Frau, die das Brückentor bediente
  • eine alte Frau
  • der kleine Sohn des Ratsbüttels der Stadt
  • die Frau von Knertz, dem Metzger
  • die kleine Tochter von Dr. Schultz
  • ein blindes Mädchen
  • Schwarz, Kanonikus in Hach
  • ...
Und jeder der morgen in christlicher Ergriffenheit die Kerzen auf einem Weihnachtsbaum anzündet, sollte zumindest den einen oder anderen Gedanken daran verschwenden, was - und vor allem wen! - seine Glaubensbrüder im Namen Christi noch so alles angezündet haben.

Freitag, Dezember 12, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #12

Sören Kirkegaard (1813-1855)

Unique selling proposition: Gottes Dasein beweisen zu wollen, ist das Lächerlichste von allem.

Reason why: Entweder ist er da, und dann kann man es nicht beweisen (ebenso wenig wie ich beweisen kann, dass irgendein Mensch da ist; ich kann es höchstens jemanden bezeugen lassen, aber dann setze ich ja das Dasein voraus); - oder er ist nicht da, und dann kann es ja auch nicht bewiesen werden.

Supporting evidence: "Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin" (1 Kor 13,12), das heißt, nachdem man anerkannt hat, dass man sich erkannt hat.
Gott. So wie Du.



Franz Brentano (1838-1917)

Unique selling proposition: So wäre dann das unmittelbar Notwendige als ein einziges intelligentes Wesen erwiesen, und leich ist zu ersehen, dass es als unendlich vollkommener Verstand gedacht werden muss. Seine Erkenntnis ist allumfassend und fehlerlos.

Reason why: Alles ist mit allem verwandt, alles zeigt mit allem Analogie und wird von gewissen Gesetzen in gleicher oder ähnlicher Weise beherrscht.
Gott. Everywhere!


Bernardino Varisco (1850-1933)

Unique selling proposition: Der einzige und unmittelbare Gedanke ist Gott und der Mensch ist seine Kreatur.

Reason why: Der menschliche Gedanke ist ein Tun, gerade deshalb, weil es ein Denken ist: Das heißt, als Gott den Menschen schuf, hat er einen (ihm untergeordneten) Schöpfer geschaffen.
Gott. Your inspiration!



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Montag, Dezember 08, 2008

Sonntag, Dezember 07, 2008

Neulich beim PASsen...

Ein immerwährender Dauerbrenner der Abtreibungsgegner bei Abtreibungsdiskussionen ist das sog. PAS oder "post abortion syndrome", unter welchem nach der Abtreibung auftretende psychische Probleme zusammengefasst werden. Dass es sich auch dabei nur um die übliche Propaganda aus der meist religiösen Ecke handelt, haben jetzt - wie man hier lesen kann - Wissenschaftler aus Baltimore herausgefunden. Dazu verglichen sie 21 Studien mit mehr als 150.000 Frauen und konnten keine Korrelation zwischen psychischen Störungen und Schwangerschaftsabbrüchen feststellen.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass Frauen, die Abtreiben keine solchen Störungen haben können, es heißt lediglich, dass auch Frauen, die nicht abtreiben oder überhaupt kein Kind haben/bekommen werden genauso häufig unter psychischen Dissonanzen leiden - und kann somit nicht als Argument gegen Abtreibung verwendet werden. Weiters äußert sich die Autoren:
"Die am hervorragensten durchgeführten Studien unterstützen die These einer Existenz des 'Post-Abortion-Syndroms', das dem post-traumatischen Stress-Syndrom ähneln soll, nicht", sagte Blum. Die validesten Ergebnisse der verglichenen Studien würden laut dem Leiter nahe legen, dass ein angenommener emotionaler Schaden als Entscheidungsfaktor in der US-Abtreibungspolitik keine Rolle spielen sollte. "Wenn es das Ziel sein soll, Frauen zu helfen, sollten wissenschaftliche Ergebisse nicht zum Zwecke politischer Ziele und Pogramme verfälscht werden", ergänzte Co-Autorin Vignetta Charles.

Doch es wird das (nichtvorhandene) PAS nicht nur politisch missbraucht, nein, durch die permanente Anti-Abtreibungsargumentation auf billigster und klischeehaftester emotionaler Ebene (Babycaust, Mord am ungeborenen Leben/Kind etc.) besteht imho sogar gerade die Gefahr, Frauen ein solches Syndrom erst zu verpassen.

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Das Wort zum Sonntag #60

Thema heute:
Die Irrationalität religiöser Geburts- und Sterbeargumentation.

Wer kennt das nicht. Kaum geht es ums Gebären oder ums Sterben, schon hat man eine Handvoll Pfaffen, die sich darüber das Maul zerreißen. Der vorzeitige Abbruch des Gebärens ist genauso pfui-pfui wie die technische Beschleunigung des Sterbens. Doch warum häufen sich gerade in diesen beiden Feldern religiöse Pseudoargumente en masse?

Nunja... i.d.R. gehen Glaubensrichtungen davon aus, dass der jeweilige Gott alle Nase lang irgendwo die Finger im Spiel hat, also z.B. will, dass ein neuer Frauenhasser Kirchenlehrer wie Thomas von Aquin ("Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.") irgendwo das Licht der Welt erblickt. Eine Frau, die jetzt diesen embryonalen Zellklumpen entfernen lassen will (weil sie z.B. von einem Gläubigen vergewaltigt wurde) pfuscht gem. dieser Denkungsart in Gottes Handwerk. Die Idiotie, die hier dahintersteckt: Gott ist anscheinend in der Lage bestimmte Samen-Ei-Konstellationen zu "bewirken" aber nicht, eine Frau von der Abtreibung abzuhalten, also ein ohnmächtiger Allmächtiger. Hier muss natürlich der Anti-Abtreibungsfanatiker selbst Hand anlegen und einen Abtreibungsarzt erschießen, schwangere Frauen belästigen oder Mahnwachen vor Kliniken abhalten (denn dem allmächtigen Gott sind ja hier die Hände gebunden).

Doch stellen wir uns mal die umgekehrte Frage. Was würden wir, so wir allmächtig wären machen, wenn wir wollten, dass Verheiratete Kinder bekommen? Man würde einen Mechanismus einbauen, dass Unverheiratete gar keine Kinder bekommen können (oder alternativ, dass Sex vor der Ehe einfach keinen Spaß macht). Doch das Gegenteil ist der Fall, Sex (so gefährlich und belastend die Orgasmusgeschichte auch für den Organismus ist) macht i.d.R. immer und überall und in (fast) jedem Alter Laune.


Doch anscheinend ist Gott sogar Sadist genug, um sogar unverheirateten Frauen ein Kind als Strafe für ihre "Sünde" anzudrehen, wohl wissend, dass dies noch vor wenigen Jahrzehnten zu ihrer Ächtung führte (dem Mann passierte in einem Patriachat bzgl. sexueller bzw. nicht-homosexueller Vergehen eh nie etwas) und sie entweder unter Lebensgefahr abtreiben konnte oder sich (und ihrem Kind) das Leben versaute. Und was würden wir erwarten, so "verheiratet sein" einen evolutionären Vorteil bringen würde? Richtig, ebenfalls eine biologische Funktion (ähnlich der Menopause), die erst dann aktiviert wird, wenn man verheiratet ist. Beides ist nicht der Fall, folglich ist die "Heirat" ein komplett kulturelles Konstrukt und in etwa so "natürlich" wie ein Kondom - nämlich genauso menschgemacht.

Ähnlich blamabel sieht die Faktenlage aus, wenn es ans Sterben geht. Hier werden Menschen tage-, wochen- oder monatelang am Leben erhalten, weil der Schöpfer des Himmels un der Erde (so man der Argumentation der Gläubigen folgt) vergessen hat einen vernünftigen Aus-Knopf am Menschen anzubringen um diesen schnell und schmerzlos vom Diesseits ins Jenseits zu befördern. Und wenn man dann, als sabbernder Lappen in einem Krankenhausbett dahinvegetiert, künstlich ernährt wird und seine Liebsten kaum mehr erkennt, dann ist es ganz großes Pfui-Pfui, das selbstempfundene würdelose Dasein zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt zu beenden, sondern man muss darauf warten, dass der Allerbarmer sich dazu herablässt einem den Stecker in Form von Organversagen oder Kreislaufkollaps herauszuziehen.


Und wiederum die Frage, wie würde ein Menschenfreund einen solchen Mechanismus implementieren, so dieser irgendwie notwendig wäre? Mir würde spontan ein "Feuerwerk" im Gehirn einfallen, d.h. noch einen letzten wunderschönen Trip und dann ist Feierabend zu einem zufälligen Zeitpunkt nach einem langen und schmerzfreien Leben. Wie würde wiederum die Lösung der Evolution aussehen, sofern schmerzloses und/oder glückliches Ableben einen selektiven Vorteil erbrächte?

Man kann also sehr deutlich erkennen, dass die Begründungen sich wie Fähnchen im Wind drehen. Wird abgetrieben haben Menschen böses gemacht, wird elendiglich und entwürdigend gestorben, so werden die Menschen geprüft usw.usf.. Diese Taktik kann man häufig, wenn auch wenig rhetorisch ausgereift, bei Kleinkindern beobachten. Daraus eine plausible Erklärung herzuleiten oder intersubjektiv verständliche Positionen darstellen zu können ist leider nicht möglich.
Es waren Typhusbazillen, Cholerabazillen, Starrkrampfbazillen, Schwindsuchtbazillen, Pestbazillen und einige hundert weitere Aristokraten, erlesene Schöpfungen, goldene Träger der Liebe Gottes zu den Menschen, gesegnete Gaben des zärtlichen Vaters an seine Kinder - alle mußten sie prächtig behaust und verpflegt werden.
(Mark Twain)

Montag, November 24, 2008

Damals in Liverpool...

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Im vorliegenden Fall kommt die Entschuldigung aus dem Vatikan mal wieder zu spät, doch Vergleichbares kennt man bereits von Galilei oder Giordano Bruno, bei denen dem Vatikan einfiel - hunderte Jahre später und nachdem diese gestorben waren bzw. man sie umbrachte - dass man sich ja auch mal entschuldigen könne, um nicht als der misanthrope reaktionäre Haufen alter Säcke dazustehen, welcher man nun mal ist.

So nimmt der Vatikan den 40. Jahrestag des Erscheinens des "White Album" der Beatles zum anlass um John Lennon sein Statement, die Beatles wären bekannter als Jesus Christus (womit er wahrscheinlich sogar recht hatte - zumindest kamen von JC nur moralinsaure Gleichnisse und zweifelhafte schwarz-weiß-Malerei, während wir den Beatles einige musikalische Highlights zu verdanken haben), zu vergeben (wie man hier lesen kann). Ganz großes Kino von B16.

Wie man dort auch lesen kann, ist ja mittlerweile (also nach 40 Jahren und diversen meistverkauften Singles/Alben) auch der Vatikan der Meinung, dass die Beatles gute Musik machten, wohingegen die aktuelle, also die zeitgenössische Pop- und/oder Rockmusik von eher "schlechterer Qualität" sei. Naja... ständig im Röckchen rumzulaufen macht halt Razinger noch lange nicht zum Rockpapst...

Dienstag, November 18, 2008

Suchen reloaded...

Ich schaue mir ja doch hin und wieder meine Statistik bzgl. der Schlüsselwörter (denglisch: Keywords) an, nach welchen gesucht wurde und zu welchen dann mein Blog als Suchergebnis präsentiert wurde (diesmal ohne Kommentar)...

Neulich beim christlichen Marketing #11

Auguste-Alphonse Graty (1805-1872)

Unique selling proposition: [...] der Hang und Trieb zum Wunderbaren und das Vorgefühl des Unendlichen: das ist die Quelle dieses erhabenen und einfachen Actes, der Gott beweist.

Reason why: Und diese Behauptungen, die vom endlichen Wirklichen zum unendlichen Wirklichen überschreiten, sind immer wahr, weil in der Metaphysik wie in der Geometrie jedes positive Endliche sein entsprechendes Undendliches hat.
Gott. Der wahre Antrieb.


Antonio Rosmini (1797-1855)

Unique selling proposition: Das ideale Wesen ist notwendig, ewig, unbegrenzt. Aber das ideale Wesen ist subjektiv, besser gesagt, real. Folglich gibt es ein reales notwendiges, ewiges, unbegrenztes Wesen, das Gott ist.

Reason why: Das essentielle Wesen ist in erster Linie ein Wesen. Aber das Wesen muss notwendigerweise subjektiv sein, um ein solches zu sein.
Mein Gott, dein Gott, unser Gott.


John Henry Newman (1801-1890)

Unique selling proposition: Der Gott der Schrift ist der Gott der Welt.

Reason why: Man lasse einen Mann nur die eine Lehre vom Dasein Gottes beherrschen, man lass ihn wirklich und wahrheftig und nicht mit Worten nur, oder durch anererbte Bekennung, oder durch Vernunftschlüsse, sondern durch eine direkte Erfassung einen Monotheisten werden [...], und er ist bereits dreiviertel auf dem Weg zum Katholizismus.
Gott. Wenn schon, dann katholisch.


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Freitag, November 14, 2008

Neulich in der Küche...

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf - oder beim Vorhangaufhängen:
Laut Medienberichten stellte sich bei der Untersuchung dann heraus, dass er eine Kartoffel im Anus stecken hatte. Der Geistliche aus Sheffield in England behauptete, er sei beim Aufhängen eines Vorhangs in der Küche unglücklich auf das Gemüse gefallen. (news.ch)
Auf metro.co.uk ist noch zu lesen, dass der Vicar ausdrücklich dementierte die Kartoffel bei irgendwelchen Sexspielchen eingeführt zu haben:
The clergyman, in his 50s, told medical staff at Sheffield's Northern General Hospital that the accident was definitely not due to a sex game.
Unbestätigten Meldungen zufolge könnte es sich bei dieser Killerkartoffel um den Übeltäter gehandelt haben... honni soit qui mal y pense.

Donnerstag, November 13, 2008

Neulich beim Dummschwätzen...

Die katholische Witzseite liefert (mal wieder) Artikel voller Fehler ab. So ist z.B. zu lesen:
Präsident George Bush hatte Gesetze erlassen, dass Embryonenforschung nicht aus Steuermitteln finanziert werden dürfe. Bei der Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen werden Embryonen, Menschen im frühesten Stadium, künstlich hergestellt und wieder zerstört.

Anscheinend ist es nicht zur Redaktion vorgedrungen, dass in Amerika der Präsident nicht die Gesetze erlässt, sondern der Senat in Verbindung mit dem Repräsentantenhaus. Weiters ist es schon recht dreist, Embryonen als "Menschen im frühesten Stadium" zu bezeichnen, besitzten diese doch noch nicht mal ein Nervensystem, d.h. jedes ausgewachsene Rindvieh ist dem Menschen ähnlicher als 2-3 Tage alte Zellhaufen, welche bei der Stammzellenforschung benötigt werden. D.h. erst wenn die religiösen Schreihälse alle Vegetarier geworden sind und das Schlachten von empfindungsfähigen Wesen in Schlachthäusern genauso verurteilen, wie die Entnahme von gefühlsunfähigen Zellklumpen, dann könnte man ihnen eine gewisse Glaubwürdigkeit bescheinigen.

Doch es geht noch weiter:
Kardinal Javier Lozano Barragán, der Hauptzuständige des Vatikans für Gesundheitsfragen, bekräftigte am Dienstag die Haltung des Vatikans, der die verbrauchende Forschung an menschlichen Embryonen grundsätzlich ablehnt. Der Heilige Stuhl werde sich Obamas Vorhaben widersetzen.

Das ist ja ganz großes Kino. Der Vatikan, der seine Frauen ohnehin nur in der Rolle von Dienstmägden sieht und keinerlei medizinische Forschung betreibt, lehnt verbrauchende Forschung an Embryonen ab. Das ist ungefähr genau so sinnvoll, wie wenn die Niederlande die Forschung an der Höhenkrankheit ablehnen.

Und ob sich der Vatikan mit seinen ca. 500 Einwohnern sich Obama "widersetzt" oder nicht, sollte dem Präsidenten von 320 Millionen Amerikanern, gelinde gesagt, am Arsch vorbeigehen. Aber schön, dass wir darüber gesprochen haben.

Dienstag, November 11, 2008

Neulich beim Baker...

Apage, Josephine, apage!

In Wien zuckte neulich die Baker mit ihrem Popo,
denn es zieren die Kugeln ihrer Brüste manch schönes Revue-Tableau.
Auch tanzt sie bald auf dem rechten, bald auf dem linken Bein –
und schielen kann sie, daß das Weiße nur so erglänzt in ihren Äugelein.

Dies haben die Zentrums-Schwarzen, die jungen und die alten,
leider für eine Anspielung auf ihre Kirche gehalten.
Auch fühlten sie sich bedroht in ihrer Sittlichkeit,
und sie ließen die Glocken läuten, ganz wie in schwerer Zeit.
Drei Sühnegottesdienste stiegen auf zum österreichischen Himmel,
und die Bußglocke gefiel sich in einem moralischen Gebimmel.

Denn:Wenn eine Tänzerin gut gewachsen ist
und einen Venus-Körper hat, der nicht aus Sachsen ist;
und wenn sie tanzt, daß nur der Rhythmus so knackt,
und wenn sie ein ganzes Theater bei allen Sinnen packt;
und wenn das Leben bunt ist hierzulande –
das ist eine Schande.

Wenn aber Christus, der gesagt hat: »Du sollst nicht töten!«,
an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten;
wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen
und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen;
und wenn die Vertreter Gottes auf Erden
Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden;
und wenn die Glocken läuten: »Mord!« und die Choräle hallen:
»Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!«
Und wenn jemand so verrät den Gottessohn –
Das ist keine Schande.
Das ist Religion.


Kurt Tucholsky

Montag, November 10, 2008

Mutige Frauen reloaded...

Ok, ich muss mich korrigieren, nicht nur die Frauen der SPÖ sind in Linz mutig, nein, auch der Bürgermeister Dobusch. Dieser will nämlich den von der ÖVP angezettelten Streit über die Folterdarstellung in Klassenzimmer und Kindergärten vom österreichischen Verfassungsgerichtshof klären lassen (wie der Standard berichtet).

Nach dem Motto "wenn man schon nichts zu sagen hat, dann kann man immer noch etwas Dummes sagen" verfuhr wohl der ÖVP Klubobman Stelzer, was sich so anhört:

ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer empfindet das Handeln des Linzer Bürgermeisters als "höchst bedenklich". Wie er in einer Presseaussendung am Sonntag sagte, würde Dobusch gegen 127.000 Linzer und Linzerinnen "zu Felde ziehen". Im Großen und Ganzen sehe die ÖVP der Gesetzesanfechtung aber gelassen entgegen: "Paradox sei nur, dass Dobusch ein Gesetz in Frage stellt, dass von seiner Partei im Landtag mitbeschlossen wurde und in ganz Oberösterreich selbstverständlich umgesetzt wird."
Hier wird ganz offensichtlich ein Strohmann abgefackelt, denn entweder gibt es in Linz wirklich 127.000 fundamentale Christen, die sich allein schon deswegen einen heiligen Krieg ausrufen wollen, weil der Bürgermeister Kruzifixe nicht aufhängen will, oder er dichtet diesen Linzer Bürgern ein Interesse an dem Thema an, das diese gar nicht haben. Eine sachliche Diskussion sieht anders aus und ist offenbar vom gestelzten Klubobmann nicht gewollt.

Weiters kann man auch schön die reaktionäre Durchseuchung dererlei politischer Hallodri erkennen, die nämlich der Meinung sind, alles was man mal vor 25 Jahren als gut und/oder richtig befunden habe, müsse das auch für alle Zeit sein - klar, wer ein Buch zur Grundlage hat, das sich angeblich seit 2000 Jahren nicht geändert hat der kommt selbst auf diese schmalen Bretter.
Die Kirche lehrt uns, in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Jesu Christi zu sehen.Ich hingegen sehe in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Unzähliger, die im Namen des Kreuzes ihr Leben lassen mussten: Sei es durch das Feuer des Scheiterhaufens, durch die Hand der Folterknechte oder durch sogenannte 'heilige Kriege'.
(Markus Gansel)

Mittwoch, November 05, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #10

Christian Wolff (1679-1754)

Unique selling proposition: Die ganze Welt und was in derselbigen wirklich ist, ist in Absicht auf die Zufälligkeit ein Spiegel von der nothwendigen Wirklichkeit Gottes.

Reason why: Denn in so ferne die Welt und was in derselbigen wirklich ist, ein zufälliges Ding ist; so hat sie den zureichenden Grund ihrer Wirklichkeit nicht in sich selbst, sondern in etwas andern, welches von ihr unterschieden ist, nehmlich in Gott, dessen Wirklichkeit unumgänglich nothwendig ist.
Gott. Unverzichtbar, wenn man's bedenkt.




Immanuel Kant (1724-1804)

Der Königsberger Philosoph verfasste gleich eine zweistufige Teaser-Kampagne. Die erste stellte die Freidenker zufrieden und die zweite fand auch bei den Gläubigen Anerkennung. Ein Meisterwerk, an das im Laufe der Jahrhunderte kein zweites heranreichte.

Erste Stufe:

Unique selling proposition: Nehme ich nun das Subjekt (Gott) mit allen seinen Prädikaten zusammen, und sage: Gott ist, oder es ist ein Gott, so setze ich kein neues Prädikat zum Begriffe von Gott, sondern nur das Subjekt an sich selbst mit allen seinen Prädikaten, und zwar den Gegenstand in Beziehung auf meinen Begriff.

Reason why: Und so enthält das Wirkliche nichts mehr als das bloß Mögliche. Hundert wirkliche Taler enthalten nicht das mindeste mehr, als hundert mögliche.

Gott: Zu schön um wahr zu sein...

Zweite Stufe:

Unique selling proposition: Gleichwohl wird in der praktischen Aufgabe der reinen Vernunft, d.i. der notwendigen Bearbeitung zum hächsten Gute, ein solcher Zusammenhang als notwendig postuliert: wir sollen das höchste Gut (welches also doch möglich sein muss) zu befördern suchen.

Reason why: Da es [das höchste Gut] nur unter der Bedingung des Daseins Gottes stattfindet, die Voraussetzung desselben mit der Pflicht unzertrennlich verbindet, d.i. es ist moralisch notwendig, das Dasein Gottes anzunehmen.

... man muss ihm einfach glauben.





Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)


Unique selling proposition: In der christlichen Religion wird es gewusst, dass sich Gott geoffenbart hat, und Gott ist gerade dieses, sich zu offenbaren.


Reason why: Das Bewusstsein des endlosen Geistes ist das konkrete Sein, das Material zur Realisierung des Begriffs Gottes.
Gott. Eine Frage des Bewusstseins.



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Montag, November 03, 2008

Das Wort zum Sonntag #59

Thema heute:
Warum Gott nicht perfekt sein kann.

Perfektion. Ein schönes Wort und wie viel Emotion ist doch damit verbunden. Wer ist (oder war) nicht auf der Suche nach dem "perfekten" Partner, wer hat sich noch nicht einen "perfekten" Tag ausgedacht, wer hätte noch nie überlegt, wie der "perfekte" Job oder der "perfekte" Urlaub auszusehen hätte? Dabei wird aber eine grundlegende Problematik stillschweigend ausgeblendet: die Subjektivität.

Solange es nicht quantifizierbare Maßstäbe gibt, anhand derer wir den Grad der "Perfektion" bestimmen können, ist diese eine höchst Willkürliche Luftnummer. So mag z.B. der "perfekte" Wagen für einen 25jährigen ein Porsche Carrera CS sein, für einen verheirateten 45jährigen mit zwei Kids ist die "perfekte" Karre ein SUV von Mercedes-Benz und für den Umweltschützer ist das "perfekte" Auto dasjenige, welches erst gar nicht produziert wurde.

Diese Problematik völlig ignorierend, posaunen alle Religionen hinaus, dass ihre Gottheit nunmal diese Perfektion gepachtet hätte - klar, denn wer z.B. allwissend ist, hat die höchste Perfektion an Wissen erreicht, wer allgütig ist, hat höchstwahrscheinlich auch die Güte perfektioniert und mit der Allmacht verhält es sich gleichermaßen. Dumm nur, dass hier dann die Position aufgegeben werden muss, dass so ein Gott auch "perfekt" zur vorhandenen Welt passt. Ein Gott der perfekt in diese Welt passt ist ein emotionsloser, hinterhältiger Schlächter, der nicht davor zurückschreckt schwangere Frauen und kleine Babys mit Naturgewalten über den Jordan zu schicken.

Doch das ist noch bei weitem nicht alles. Ein "perfekter" Gott ist nur genau für eine Person perfekt, nämlich für die, welche diesen gerade denkt. D.h. selbst unter 1,2 Milliarden Katholiken haben wir 1,2 Milliarden verschiedene Vorstellungen vom perfekten christlichen Gott. Man mag nun gerne die Schriften als Belege anführen, doch sind deren Aussagen so wischi-waschi, dass sich darauf keine verünftige Definition der göttlichen Perfektion aufbauen lässt. Schlimmer noch, die vollkommene Subjektivierung des Perfektionsbegriffs ist extrem kontraproduktiv bzgl. all der Absolutheitsbehauptungen (wie z.B. absolut gerecht, absolut gut usw.).
Und ich werde mich bis in den Tod hinein weigern, die Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden.
(Albert Camus)

Freitag, Oktober 31, 2008

Neulich bei den mutigen Frauen...

Sophie Scholl, Bertha von Suttner, Marie Curie... es gibt sie, die starken Frauen, die einen historischen Fingerabdruck hinterlassen haben und eigentlich muss man Ingrid Holzhammer auch zu diesen zählen. Zumindest wenn man den Artikel der katholischen Realsatireseite (auch der Standard berichtet) durchliest, in welchem die Entrüstung des ÖVP-Klubobmanns Thomas Stelzer thematisiert wird, der sich darüber aufregt, dass kleine Kinder im Kindergarten nicht in jedem Klassenzimmer den christlichen Lattenjup (aka Kruzifix) zu Gesicht bekommen. Denn das oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz sieht vor, dass wenn die Mehrheit der Kinder christliche Eltern haben, ein solches aufzuhängen wäre - das religiöse Diktat der Mehrheit sozusagen:

SPÖ Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer verteidigt die Anordnung und betont, dass man ja in Österreich eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat habe: "Nachdem wir das Religionsbekenntnis der Kinder nicht erheben, wissen wir gar nicht, ob die Mehrheit einen christlichen Glauben hat. Außerdem hängen wir auch keine anderen religiöse Symbole auf."

Worauf Stelzer entgegnet:

"Ganz offensichtlich hat die SPÖ in Linz Probleme mit den christlichen Symbolen und vielleicht sogar auch mit den Werthaltungen, die da dahinter stehen."

Und jeder normal denkende Mensch sollte auch größte Bedenken bzgl. der "Werthaltungen" haben, die da dahinterstehen. Bekannt sind v.a. die Lippenbekenntnisse wie "Nächstenliebe" oder "Feindesliebe" verbunden mit einem Kuschelchristentum, welches den steinigen Weg der Aufklärung und Entmachtung gegangen ist und sich heute schleimig-arschkriechend an die Machthaber in der Demokratie hängt. Doch noch vor weniger als 100 Jahren haben katholische Priester auf dem Balkan gewütet, noch im 21. Jh. nehmen Päpste das Sterben billigend in Kauf, wenn nur der Sterbende vorher kein Gummihütchen über seinen Penis gezogen hat - ja, mit all diesen seltsamen und willkürlichen "Werthaltungen" sollte man auch Probleme haben. Stelzer hat sie offensichtlich nicht.


Doch wie sollte so eine Erhebung aussehen? Müssen jetzt 3jährige das katholische Glaubensbekenntnis auswendig aufsagen können? Müssen sie schon irgendein christliches Gebet eingetrichtert bekommen haben? Müssen sie die Trinität verstanden haben? Müssen sie wissen, dass ficken vor der Hochzeit ganz furchtbar böse ist? Sry, aber immer wenn man live miterleben muss, wie religiöse Fanatiker wie Stelzer & Co. ihre Finger nach kleinen und wehrlosen Kindern ausstrecken, dann schwillt mir der Kamm. Einerseits dem Embryo Menschenrechte zusprechen und dessen Würde verteidigen, aber andererseits, sobald es der Embryo auf die Welt geschafft hat, diesen würdelos mit Beduinenmärchen zu zukleistern und ihn anschließend, begleitet von Militärpfaffen an irgendeiner Front "mit Gott" verrecken zu lassen, das ist für mich an Heuchelei kaum noch zu übertreffen.

Christen müssen ihre Kinder zielstrebig auf ihre persönliche Verantwortung Gott gegenüber aufmerksam machen. Den Kindern muss so frühzeitig wie möglich ihre Sündhaftigkeit und die daraus folgende Notwendigkeit der Erlösung durch den HERRN Jesus verdeutlicht werden. Die Kinder müssen erfassen, dass Gott völlig zu Recht ihre Natur als böse und deshalb als verdammungswürdig einstuft.
(
Thomas J. Schaum, christl. Web-Seite "Neues und Altes")

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #9

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)

Unique selling proposition: Da nun die Ideen Gottes unendlich viele mögliche Welten enthalten und doch nur eine einzige davon existieren kann, so muss es einen zureichenden Grund für die Wahl Gottes geben, der ihn zu der einen Welt mehr als zu der anderen bestimmt.

Reason why: Dieser Grund kann nur in der Angemessenheit oder in den Graden der Vollkommenheit gefunden werden, welche diese Welten enthalten, da jede mögliche das Recht hat, nach dem Maße der Vollkommenheit, die sie einschließt, auf ihre Existenz zu dringen.
Gott. Besser geht's nicht.




Giambattista Vico (1668-1744)

Unique selling proposition: Den vollständigen Sachverhalt bringt Gott hervor, weil er alles erfasst, den überflächlichen bringt der Mensch hervor, weil er nur die äußeren Elemente erfasst.
Reason why: Im Akt des Denkens nämlich bringt sich die Vernunft zur Darstellung: in mir aber denkt Gott, in Gott begreife ich meine eigene Vernunft als Darstellung der göttlichen Vernunft.
Ganz oder gar nicht: Gott!




Samuel Clarke (1675-1729)

Unique selling proposition: Dieses unveränderliche und unabhängige Wesen, das von Ewigkeit her ohne eine Ursache seiner Wirklichkeit von außen dagewesen, muss selbständig und sein Daseyn nothwendig seyn.

Reason why: Diese Nothwendigkeit muss nicht blos unserer Vorstellung des Daseyns eines solchen Wesens folgen; [...] sondern sie muss uns vorläufig dringend von ihrer Wahrheit überzeugen, wir mögen sie glauben wollen oder nicht, selbst wenn wir annehmen wollten, dass so ein Wesen nicht da sey.
Gott. Absolut notwendig.



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Montag, Oktober 27, 2008

Bronchitis reloaded...

Ab dem dritten Karenztag muss in .de eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, dass man auch wirklich krank ist und nicht nur so tut. Interessanterweise hat man sich hier eine sehr seltsame Regelung fürs Wochenende ausgedacht. So man nämlich Freitags krank ist, muss man, so man Montags immer noch krank sein sollte (also der 2. Arbeitstag, aber der 4. Krankheitstag) schleunigst zum Arzt dackeln, denn dieser darf die Krankmeldung nur einen Arbeitstag rückdatieren. Dienstag ist zu spät, der Mittwoch ist ganz verkehrt...

Was mich nur wundert, dass der Arbeitgeber dem kranken Mitarbeiter nach überstandener Krankheit nicht das verpasste Wochenende nachholen lässt. Denn entweder das Wochenende zählt für diese Drecks-Krankmeldung oder nicht. Wenn es zählt, dann konnte man es nicht nehmen, weil man krank war (ähnlich wie bei Urlaubstagen). Wenn es nicht zählt, dann sollte es auch völlig genügen, wenn man am Dienstag beim Arzt aufschlägt, denn das (kranke) Wochenende geht eh auf die Kappe des Mitarbeiters. So hat man sich aber "the best of both worlds" (zumindest im Sinne des Arbeitgebers) herausgesucht.

Wenn man eh schon auf den Beinen ist, kann man dann natürlich gleich die wichtigsten Besorgungen machen (denn für eine Erkältung wird natürlich nichts mehr verschrieben), wie z.B. Aspirin, Taschentücher und in meinem Fall ein "Fieberthermometer", denn mein altes hatte sich batterietechnisch verabschiedet und so musste ich (wie damals der Homöopathie-Hahnemann) mein Fieber am Wochenende lediglich vermuten. Tja, jetzt bin ich (dank der geringen Auswahl in der Apotheke und meinem Unvermögen krankheitsbedingt eine Marktanalyse durchzuführen) stolzer Besitzer des überaus männlichen Spongebob-Thermometers (ok, der Kelch des rosafarbenen ist noch mal an mir vorbeigegangen), welches vorhin die nicht unerwartete Temperatur von 38,3° C anzeigte. Summa Summarum hat mich diese "Erkältung" (wobei ich immer noch der Meinung bin, es ist eine Bronchitis) bislang gefühlte 40-50 € gekostet (hierin sind auch die Praxisgebühr und das schicke Thermometer (5 €uronen, wer sich ebenfalls dieses Designerstück zulegen möchte) enthalten). Bald wird man nur noch krank sein können, wenn man sich das auch leisten kann...

Neulich bei der aktuen Bronchitis...

Ist man krank dann klammert man sich bekanntlich an jeden Strohhalm. So habe auch ich mal in wikipedia geforscht, was es denn für bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Bronchitis gibt. Fazit: es sieht mau aus und man muss einfach warten bis es wieder abgeheilt ist.

Umso größeres Erstaunen erweckt dann der Eintrag unter der Überschrift "Naturheilkundliche Therapie":
Naturheilkundliche Therapie

Bewährte Mittel bei akuter Bronchitis sind Brustwickel mit Öl, Inhalationen von in heißem Wasserdampf gelösten ätherischen Ölen, Thymiantee, Kapseln die Spiköl enthalten, Quark oder Kartoffeln. Schüssler Salze (Nr. 3,4,6) helfen in den verschiedenen Krankeitsphasen. Die Homöopathie bietet verschiedenste Mittel, sowohl zur Hustenlinderung, Schmerzlinderung, Entgiftung und schnelleren Überwindung der Krankheit.
Es ist schon erstaundlich zu sehen, dass hier rotzfrech behauptet wird dass "Schüsslersalze" "helfen", obwohl deren Wirksamkeit bislang noch nicht nachgewiesen ist (wie wikipedia selbst an anderer Stelle schreibt: "Es ist zu beachten, dass Schüßler-Salze keinerlei wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung haben."), sowie die Dreistigkeit besitzt, dass die homöopathischen Mittel eine lindernde Wirkung hätten (obwohl an anderer Stelle wiederum steht, dass "In etwa 100 unabhängigen Studien konnten keine Nachweise für eine Wirksamkeit erbracht werden.").

Tja, die schleichende Verdummung (auf die z.B. Tammox wieder und wieder hinweist) macht auch vor Wikipedia nicht halt. Doch was kommt als nächstes? Darf ich den Artikel über "Schnee" editieren und Frau Holle als alternatives Konzept zur Schneebildung anbieten?
Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.
(Anatole France)

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Neulich bei den Nacktaffen...

Die Spezies Homo Sapiens Sapiens unterscheidet sich von ihren Verwandten, den Menschenaffen, u.a. durch eine spärliche und wenig dichte Körperbehaarung. Kulturell bedingt neigen wir dazu, dies durch Kleidung zu verbergen. Just unter dieser Kleidung aber lassen sich unheimlich gefährliche Gegenstände verstecken (zumindest ist die EU-Kommission lt. diesem Artikel dieser Meinung), weswegen jetzt der Nacktscanner auf Flughäfen in der EU erlaubt werden soll. Anschließend erhält das Kontrollpersonal solch aufreizende Fotos wie dieses hier:


Insofern wird man sich in Zukunft vor Stellenausschreibungen nicht mehr retten können: Voyeure gesucht, Sesselpupsertätigkeit am Flughafen. Warum für Porno im Internet teuer Euronen ausgeben, wenn man Amateure ganz umsonst und gegen ihren Willen anschauen kann - und dafür auch noch bezahlt wird!

Man kann es gar nicht deutlich genug sagen, die Flughafenkontrollen verstoßen gegen die Prinzipien des Rechtsstaats und zwar gegen das der Unschuldsvermutung. Nicht ich muss beweisen, dass ich kein Terrorist bin, sondern derjenige, der mir das unterstellt (in dem Fall der Flughafen) muss beweisen, dass ich einer bin. Aber die Kontrollen vermitteln Otto Normalverbraucher eben das Gefühl von Sicherheit. Gefühlte Sicherheit scheint extrem wichtig zu sein, so dass der gemeine Mensch gerne bereit ist viele der Rechte aufzugeben, die man sich mühsam gegen die Obrigkeit über Jahrhunderte erstritten hat.
Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.
Benjamin Franklin

Dienstag, Oktober 21, 2008

Das Wort zum Sonntag #58

Thema heute:
Warum sind klerikale Warnungen so sinnlos?

Klerikale Warnungen werden an allen Ecken ausgesprochen und v.a. von jeder Glaubensrichtung. Hier mal ein paar Beispiele vor was so alles gewarnt wird (kath.net):

  • Papst Benedikt [...] warnt vor Anti-Klerikalismus
  • Bischof Gerhard Ludwig Müller warnt [...] vor einer Verengung des Reformationsgeschehens auf Martin Luther
  • Benedikt warnt [...] vor den "falschen Göttern"
  • Die christliche Organisation "Christian Defense Coalition" warnt [...] vor der Wahl von Barack Obama
  • Bischof Wanke warnt vor übertriebenen Ängsten bei den Strukturreformen in den deutschen Bistümern
  • Bischof Müller warnt vor einem 'romantischen Einheitsgefühl' [Anm.: bzgl. Okumene]
  • Der Wiener Kardinal [Anm.: Schönborn] warnt SPÖ und ÖVP vor der Einführung der Homo-Ehe
  • Bischof von Limburg warnt vor theologischen Überbewertung von Pfarren
  • Peter Hahne warnt vor atheistischem Fundamentalismus
  • Der Papst warnte davor, dass „Sexualität sich in eine Droge verwandelt, die den Partner den eigenen Sehnsüchten und Interessen unterwirft“
  • Papst warnt vor 'ichbezogener Selbstverwirklichung'
Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Doch was ist dran, an all diesen Warnungen? Wieso warnen Pfaffen allerorts nur vor dem Offensichtilichen und/oder vor dem, was ihnen gegen den Strich geht? Ich hätte mir zum Beispiel gedacht, dass irgendein röckchen- und/oder kopfwindeltragender Geistlicher vor dem Tsunami 2004 gewarnt hätte (zumindest einen Teil seiner Schäfchen) oder ich hätte auch erwartet, dass man kirchlicherseits wenigstens seine eigenen Leute warnt und nicht blauäugig in die Lehmann-Brothers-Falle tappt


Die Kirche hatte 4,3 Millionen Euro bei der amerikanischen Bank angelegt, die Mitte September Insolvenz angemeldet hatte.

D.h. es wird v.a. sehr allgemein durch die Gegend gewarnt. Je unspezifischer die Warnung, desto lieber und öfter wird sie verwendet. Vor dem Atheismus kann man immer warnen, vor falschen Göttern ebenso; egoistisch sind Menschen i.d.R. auch genug, so dass auch hier eine Warnung stets auf fruchtbaren Boden fällt.



Hat man erst einmal eine stupende Fülle an Warnungen produziert, diese - wie katholischerseits zu beobachten - evtl. auch noch in diversen Schriften festgehalten, so ist es ein leichtes sie bei passender oder unpassender Gelegenheit wieder hervorzukramsen und darauf zu verweisen. So treibt man zum 40jährigen Jubiläum die Enzyklika "Humanae Vitae" der Pillen-Sau Pauls VI. wieder und wieder durchs Dorf. Geflissentlich übersehen wird dabei, dass kein Prälat vor AIDS warnte und genannte Entzyklika (in Verbindung mit dem katholischen Kondomverbot, denn ein Gebrauch dieser würde ja zur ungezügelten Lust führen, wovor man ebenfalls ad nauseam warnte und warnt) eine irrwitzige Menge Menschenleben in Gefahr gebracht oder gar gekostet hat.

Auch seltsam, dass nie vor der eigenen Gottheit gewarnt wird - zumindest heute nicht mehr. In einem Zeitalter, in welchem Naturkatastrophen dem Verantwortlichen (nämlich der Natur) zugeordnet werden können, kommt höchstens im Nachhinein irgendein Pfaffe auf das schmale Brett z.B. die Überflutung New Orleans als Strafe Gottes zu verkaufen (vor der aber im Vorhinein niemand warnte). Einige Jahrhunderte früher jedoch war die Warnung vor göttlichen Racheplänen gang und gäbe, heute lockt das keinen mehr hinter dem Ofen hervor, zu gut sind meterologische Phänomene oder andere Naturgewalten (Stichwort: Richterskala) erklärt.

Somit kann man getrost festhalten, dass jedesmal, wenn ein Pfaffe den Mund aufmacht um vor etwas zu warnen, man diese Warnung guten Gewissens in den Wind schießen kann. Denn entweder ist sie offensichtlich (z.B. nicht die bloße Hand auf eine heiße Herdplatte legen), dann ist die Warnung maximal eine Erinnerung und sollte auch so genannt werden. Oder sie ist unspezifisch (z.B. Warnung vor der Gottlosigkeit), denn gerade der Papst dürfte nur von einer Katholizismuslosigkeit warnen, da gem. seiner Auffassung jeder andere Gottglaube (auch der Protestantismus!) gleichermaßen in die Hölle führe. Oder sie ist schlicht und ergreifend falsch (z.B. Warnung vor atheistischem Fundamentalismus - vor welchem gottlosen "Fundament" wird denn hier gewarnt?).

Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volke wird zur Sühne für die Ermordung des Gesandtschaftsrates vom Rath durch Judenhand die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiete endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. (...)In dieser Stunde muß die Stimme des Mannes gehört werden, der ... der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden.
(Landesbischof Martin Sasse, 1938)

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #8

Fénelon (1651-1715)

Unique selling proposition: Die gesamte Natur zeigt die unendliche Kunstfertigkeit seines Schöpfers. Ich behaupte, dass die Welt das Wesen einer unendliche wirkungsvollen und rührigen Ursache trägt.

Reason why: Ich beahupte, dass der Zufall, das heißt ein Zusammentreffen von blinden, zweckfreien, aber notwendigen Ursachen all dies nicht hätte erschaffen können. Um ein Beispiel zu geben: Wer würde denn glauben, dass die Ilias von Homer nicht durch die geistige Schaffenskraft eines großen Dichters verfasst worden sei, sondern dass unachtsam aus dem handgelenk hingeworfene Lettern des Alphabets sich zufälligerweise genau in der richtigen Reihenfolge angeordnet hätten, um in harmonischen Versen solch große Ereignisse zu beschreiben [...].
Gott. Das kann kein Zufall sein.



Jacques Bénigne Bossuet (1627-1704)

Uniques selling proposition: Die Vorstellung von Glückseligkeit führt uns zu Gott.

Reason why: Wir haben zwar die Vorstellung der Glückseligkeit in uns, da wir im übrigen aber die Wahrheit in uns selbst nicht sehen können, muss sie von anderswoher kommen; ich sage, es muss anderso ein wahrhaft glückliches Wesen existieren: Da es glücklich ist, hat es keine Wünsche, dieses gesegnete und perfekte Wesen voller Güte. Was anderes sollte es sein als Gott?
Gott: Happy together.




John Locke (1632-1704)

Unique selling proposition: [...] so ist es offensichtlich bewiesen, dass von Ewigkeit her irgend etwas bestanden hat;

Reason why: denn was nicht von Ewigkeit her dagewesen ist, hat einen Anfang gehabt; was aber einen Anfang gehabt hat, muss durch etwas anderes hervorgebracht sein.
Gott. Das Original.



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Mittwoch, Oktober 15, 2008

Neulich bei den Kanalarbeitern...

Seit Freud sollte man eigentlich wissen, dass Leute, die der Meinung sind im Namen von oder für jemand anderen zu sprechen, ein (schweres) psychisches Problem haben. Im heutigen Multi-Kulti-Esoterikschwurbel aber, lässt sich mit einer solchen "Begabung" (oder vorgetäuschten Begabung) ordentlich Kohle verdienen. Die "professionelle" Bezeichung für dererlei Krankheiten Humbug ist "Channeling", also Kanalisieren, da das Medium die Energie/geistigen Schwingungen/Gedanken/wasauchimmer empfängt und weiterleitet - sich also zum geistig-geistlichen Abflussrohr, zur Güllepumpe eines anderen Wesens macht bzw. gemacht wird (meist lt. eigener Aussage, denn das hört sich besser an).

So auch eine gewisse Blüte Gutkind (engl. Blossom Goodchild) die spiegel-online bzgl. ihrer jüngsten Prophezeiung (welche, wie zu erwarten war, nicht eingetreten ist) in einem Artikel leicht durch den Kakao zieht. Goodchild wähnt sich als ein Medium der "Föderation des Lichts" also einer Gruppe Außerirdischer, die anscheinend nichts besseres zu tun haben, als einen kleinen blauen Planeten im äußeren Arm einer Spiralgalaxie zu besuchen und dort eine beträchtliche Horde von Nacktaffen zu betrachten. Dem nicht genug, suchen sich doch eben diese supertechnologischen Außerirdischen genau eine Frau in den Wechseljahren aus um durch sie mit den übrigen 6 Mrd. in Kontakt zu treten, noch dazu in einer Art und Weise, die sich nicht eindeutig von Betrug unterscheiden lässt - klar, das ergibt absolut Sinn.

Der ganze UFO-Aberglaube ist von einer derartigen Gedankenlosigkeit, einem solchen Irrsinn gekennzeichnet, dass ich eigentlich nur noch ein Zitat von Russel Wallace anbringen möchte, welches das noch einmal verdeutlicht:
"Bezüglich der kleinen grünen Männchen... sie wollen nicht, dass wir von ihnen wissen, also treten sie nicht mit uns in Kontakt... dann aber vollführen sie blöde Luftübungen in der Reichweite von Militärbasen mit eigeschalteten Außenscheinwerfern... wenn es sich dabei um außerirdische Intelligenz handelt, dann bin ich nicht sicher, ob ich wissen will wie außerirdische Dummheit aussieht."

Dienstag, Oktober 14, 2008

Heiteres Zitateraten VI

Wer hats gesagt?


Die Lebenskraft ist jene feinstoffliche, intelligente Energie, die aus den verschiedenen Arten von Protoplasma Insekten, Tiere und menschliche Körper werden lässt. Betrachtet man die nicht sichtbaren menschlichen Samenzellen und auch einige tierische Samenzellen unter dem Mikroskop, so ähneln sie winzigen, in Protoplasma umherschwimmenden Kaulquappen. Wäre die Lebenskraft keine intelligente Energie, könnte sie aus den mehr oder weniger gleichen Samenzellen keine verschiedenartigen tierischen und menschlichen Körper bilden. Folglich ist diese Lebenskraft eine intelligente, magnetische Energie, der die instinktive Kraft innewohnt, aus verschiedenen Arten von Protoplasma unterschiedliche Körper zu bilden und verschiedenartige geistige Veranlagungen in den Menschen zu bewirken.

a) jemand der von Biologie keine Ahnung hat
b) jemand der von Physik keine Ahnung hat
c) Paramahansa Yogananda
d) alle vorgenannten Antworten sind richtig




Der menschliche Geschlechtstrieb ist ein Ergebnis des ursprünglichen psychologischen Versagens unserer Urahnen, weil ihr Wunsch, durch göttliche Willenskraft zu zeugen, von dem Wunsch nach körperlicher Zeugung verdrängt wurde. Seit jener Zeit ist die körperliche Zeugung an die Stelle der göttlichen Zeugung getreten. So ist also der ursprüngliche Irrtum, fleischlich zu zeugen, zum allgemeinen Gesetz der Schöpfung geworden. Und folglich werden den Menschen, aufgrund des Protoplasma-Gesetzes der Vererbung, oft unvollkommene oder unerwünschte Kinder aufgezwungen.

Durch geistige oder unbefleckte Empfängnis jedoch könnte man Kinder nach Wunsch zeugen, ganz so wie Gott am Anfang vollkommene Wesen erschuf, die freien Willen besaßen. Adam und Eva erhielten als Kinder ihres Göttlichen Vaters das Recht des freien Willens. Doch sie missbrauchten ihre Freiheit und sanken vom Zustand göttlicher Vollkommenheit herab. Jeder, der seine Selbstbeherrschung verliert, sollte wissen, dass Verlust der Willenskraft zu Krankheit, frühzeitigem Samenerguss Altern, innerer Unzufriedenheit, Lethargie, Lnagweile, eingewachsenen Zehennägeln, Unglück und einem plötzlichen oder frühzeitigen, tragischen Tod führen kann.
a) jemand der von Biologie keine Ahnung hat
b) jemand der von Medizin keine Ahnung hat
c) Paramahansa Yogananda
d) alle vorgenannten Antworten sind richtig

Montag, Oktober 13, 2008

Neulich auf dem Lokus...

Aus der Reihe "philosophische Konzepte, die beim Scheißen entstanden sind", möchte ich heute etwas zum Besten geben, was sich ein gewisser Paramahansa Yogananda ausgedacht hat und was ganz unzweifelhaft von seinem intellektuellen Anspruch irgendwo zwischen Backe-backe-Kuchen und dem Telefonbuch anzusiedeln ist. Doch sehen sie selbst:

Wir sind eins

Dein kosmisches Leben und ich - wir sind eins.
Du bist der Geist, un dich die Natur,
Wir sind eins.
Du bist das Meer, und ich bin die Welle,
Wir sind eins.
Du bist der Ozean, ich bin der Tropfen,
Wir sind eins.
Du bist die Flamme, und ich bin der Funke,
Wir sind eins.
Du bist die Blume, und ich bin der Duft,
Wir sind eins.
Du bist das Lied, und ich die Musik,
Wir sind eins.
Du bist der Vater, und ich bin Dein Kind,
Wir sind eins.
Du bist die Mutter, und ich bin Dein Sohn,
Wir sind eins.
Du bist mein Freund, und ich bin Dein Freund,
Wir sind eins.
Du bist der Liebende, und ich der Geliebte,
Wir sind eins.
Du bist der Meister, und ich bin Dein Diener,
Wir sind eins.
Du bist mein Guru, und ich bin Dein Jünger,
Wir sind eins.
Du bist das Lachen, ich bin ein Lächeln,
Wir sind eins.
Du bist das Licht, und ich das Atom,
Wir sind eins.
Du bist Bewusstsein, und ich der Gedanke,
Wir sind eins.
Du bist die Allmacht, und ich bin die Kraft,
Wir sind eins.

Dein Frieden und ich, wir sind eins.
Deine Freude und ich, wir sind eins.
Deine Weisheit und ich, wir sind eins.
Deine Liebe und ich, wir sind eins.
Deshalb sind wir jetzt eins,
Deshalb waren wir eins
Und werden eins sein in Ewigkeit!


Der geneigte Leser wird sicher feststellen, dass hier noch wichtige Beziehungen fehlen, wie z.B. die folgenden:
- "du bist die Pest, und ich bin die Beule - wir sind eins" oder
- "du bist der Schimmel, und ich bin der Pilz - wir sind eins"

Falls noch jemand gute Ideen hat, wie man dem Guru zu einem ausgewogenerem Werk verhelfen kann, so bitte ich um zahlreiche Vorschläge...

Samstag, Oktober 11, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #7

Claudio Beregardo (1578/91-1664/67)

Unique selling proposition: Man kann nicht abstreiten, dass der einzige Herrscher über die Welt existiert [...], der die guten belohnt und die Schlechten bestraft.

Reason why: Wie alle anderen sind wir der göttlichen Gnade und des Leids gewiss.
Gott. Glauben sie. Es lohnt sich.
oder auch:

Unique selling proposition: Nach der Offenbarung der heiligen Brigitte werden all jene gerettet, die das Gesetz der Natur befolgen.

Reason why: Das vertritt auch der Koran Mohameds.
Gott: Natürlich gut. Sagt selbst die Konkurrenz.



Descartes (1596-1650)

Unique selling proposition: Deshalb konnen wir, da wir die Idee Gottes oder eines höchsten Wesens in uns haben, mit recht fragen, woher wir sie haben. Wir werden in dieser Idee eine solche Unermesslichkeit finden, dass wir uns davon überzeugen, das sie uns nur von einem Gegenstande eingeflößt sein kann, welcher wirklich alle Vollkommenheit in sich vereint, das heißt nur von dem wirkliche daseienden Gott.

Reason why: Denn es ist nach dem natürlichen Licht offenbar, dass aus Nichts nicht Etwas werden kann, und dass das Vollkommene nicht von einem Unvollkommeneren als wirkender und vollständiger Ursache hervorgebracht werden kann.
Gott sei Dank bin ich kein Atheist.




Blaise Pascal (1623-1662)

Unique selling proposition: Wir erkennen Gott allein durch Jesus Christus.

Reason why: All jene, die Gott ohne Jesus Christus erkennen und belegen wollten, besaßen nur unzulängliche Beweise. Doch um Jesus Christus zu belegen, haben wir die Prophetien, die stichhaltige und handgreifliche Beweise sind.
Gott. Probier's mit Jesus und du wirst sehen.



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Freitag, Oktober 10, 2008

Neulich im Clownland...

Nachdem das Clownland dankenswerterweise sein Blogbrötchen u.a. mit meiner Wenigkeit belegt hat, möchte ich mich mit diesem wunderschönen Bild aus dem Fundus der Klabusterbeere bedanken, die glücklicherweise nach (zu) langer Pause wieder online ist.

Neulich beim sehr geehrten Isalm...



Ich denke, dem kann man nichts mehr hinzufügen... naja.. vielleicht diesen noch:

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Neulich im Bioas...

Auf overcomingbias.com gab es mal wieder ein paar schlaue Sprüche, von denen ich mir zumindest diese zwei klauen wollte:
"Aber ich bin kein Objekt. Ich bin kein Nomen, ich bin ein Adjektiv. Ich bin die Art und Weise, wie sich Materie verhält, wenn sie in einer Po8-ischen Art und Weise organisiert ist. Im Moment gibt es nur ein kleines Stückchen Materie im Universum, das sich so verhält; eines Tages könnte sich das ändern."
(Po81)

"Ein Mann mit einer Uhr weiß wie spät es ist; ein Mann mit zwei Uhren ist sich niemals sicher."
(Lee Segall)


1: Original von John K Clark

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Neulich in Manchester...


Fernsehkritik reloaded...

Nachdem ich ja schon des öfteren über fernsehkritik.tv die eine oder andere Bermerkung fallen ließ, habe ich es einer bezaubernden Dame zu verdanken, die weder Kosten noch Mühen scheute und meinen Wissensdurst bzgl. der Erkennungsmelodie der ersten Folgen (diese wurde später umgestellt... *grml*) stillen konnte. Ein ganz offizielles und herzliches Dankeschön an dieser Stelle dafür.


"...schalten sie mal wieder ab"

Montag, Oktober 06, 2008

Neulich beim christlichen Marketing #6

Raimund von Sabunde (?-1436)

Unique selling proposition: Der Mensch kann weder etwas erfassen noch etwas in seinem Herzen denken, noch etwas wünschen, das größer und besser ist als sein Schöpfer.

Reason why: Ansonsten wäre der Mensch größer in seinem Denken, als sein Schöpfer in seinem Sein.
Gott: all you can think.




Nikolaus von Kues (1400-1464)

Unique selling proposition: Er ist nämlich die Form des Seins oder die Form jeder formbaren Form.

Reason why: Das Geschöpf aber, das nicht ist, was [es] sein kann, ist nicht schlechthin. Gott allein ist in vollkommener und vollendeter Weise.
Gott. Immer in Form.




Tommaso Campanella (1568-1639)

Unique selling proposition: Gott existiert und manifestiert sich den Sterblichen nicht nur in den gewöhnlichen Beweisen der Natur, sondern er lebt auch in der Seele der Menschen, verwandelt sie in Heilige und Propheten und erscheint in Form außergewöhnlicher Zeichen.

Reason why: Wer die eindeutig belegten Geschichten von Wundern und Prophezeiungen abstreiten wollte, müsste auch leichtfertig und töricht leugnen, dass es Rom gibt und dass Cäsar existiert hat, und alles andere, was geschrieben und gesagt wird.
Gott lebt. So wahr er mir helfe.



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