Das Endende
Im Wortgewirr such’ ich das schlichte, klare Ende
und höre doch nur Formen, verdrehte, künstlich mitsprechende,
wo Sprache einst in Ruhe floss — jetzt laut krakeelend gendernde,
verwirrte Redner - wohin führt die sich weiterwendende
Verheißung? Ich sehne mich nach Tönen, sanfte, schlichte sprechende,
statt Zeichenketten, steif gebaut, und künstlich endende;
die Sprache - frei, wird einengende, belehrende
ihr Pfad verliert sich. Das sprachlich überziehende
tötet die Worte. Diese leben erst, wenn sich semantisch findende
Enden verbinden, nicht, wenn, Normen folgend, ständig prüfende;
drum wünsch’ die Klänge mir zurück, die leise schwingende,
sich Sinn in sich entfaltend, ohne Formen, hemmende.
So end' ich dieses Lied, das schlicht die Freiheit will,
und ruf: „Bewahrt das Erbe, denn Sprache ohne Sinn ist still.“
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