"Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß die hier dargestellten Schwierigkeiten mit der Aussagekraft aller globaler Klimamodelle den sogenannten "Klimawissenschaftlern" bekannt sind. Als die "Klimawissenschaftler" von den Politikern (IPCC) die Aufgabe übernahmen, mit Modellrechnungen die angeblich durch Kohlendioxid verursachten Klimaveränderungen zu berechnen, haben diese Leute sehr bewußt gelogen und die Öffentlichkeit betrogen, da sie genau wußten, daß nie realitätsnahe "Rechnungen" möglich sind und sein werden. Deshalb werden die "Ergebnisse" wie vom Delphischen Orakel verkündet, wodurch die "Klima-Wissenschaftler" nur schwer von Astrologen zu unterscheiden sind. Grundlage teurer Maßnahmen sollten endlich wieder wirklich gemessene Größen sein und nicht aus schlechten Modellvorstellungen geschätzte und hochgerechnete Zahlen (Szenarien)."Prof. Dr. Gerhard Gerlich, TU Braunschweig
8 ist mein Name sicher nicht,
nicht mein IQ, nicht mein Gewicht.
Denn das, was hier geschrieben steht,
das heißt auf Englisch: der Poet!
Freitag, Januar 22, 2010
Neulich in Braunschweig...
Freitag, Dezember 25, 2009
Neulich beim Erwartungswert...
Nehmen wir mal an, in einer Schule klaut eine Bande von Rüpeln den anderen Kindern immer das Pausenbrot. V.a. werden immer die Kinder bestohlen, welche etwas besonders Leckeres dabeihaben. Auf Grund dieser Praxis beschließen immer mehr Kinder nur noch eklige Frühstücke mitzubringen. Wenn jetzt die Rüpel ein Mitspracherecht bei der elterlichen Frühstücksgestaltung hätten, was würden wir dann erwarten?
Und genauso verhält es sich mit dem Sozialschmarotzer Ulrich Blum, der Zeit seines Lebens nur im Universitätsbetrieb tätig war und somit auf Kosten der Allgemeinheit lebte, welcher vorschlug:
Wenigstens gaben die Säkularen auf diesen Blödsinn kontra:
Das einzig überraschende an diesem Thema ist, dass noch niemand vor Blum auf diese Schnapsidee kam. Alles andere, nämlich dass die Bild dies als regierungsnahes und christliche Blatt unkritisch kolportierte, dass es keinen Aufschrei aus der Politik gab und dass Herr Blum (als Volkswirtschaftswissenschaftler!) keine Ahnung von der Finanzierung der Kirchen hat, erfüllt auch hier voll den Erwartungswert.
1: Nach allgemeinem Verständnis liegt nämlich dann Diebstahl vor, wenn Eigentum ohne die Zustimmung des Eigentümers übertragen wird. Dass sich der Staat hier sein Extrawürstchen in Form der Besteuerung geschaffen hat, unterstreicht nur den unmoralischen Ansatz.
Und genauso verhält es sich mit dem Sozialschmarotzer Ulrich Blum, der Zeit seines Lebens nur im Universitätsbetrieb tätig war und somit auf Kosten der Allgemeinheit lebte, welcher vorschlug:
Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten.Klar, dass jemandem, der sich auf Kosten der Nettosteuerzahler durchfuttert keine Begründung zu blöd ist, die Einkommensbasis zu verbreitern - oder deutlicher formuliert, die Bürger noch mehr von staatlicher/staatsnaher Seite zu bestehlen, als dies ohnehin schon der Fall ist1.
Wenigstens gaben die Säkularen auf diesen Blödsinn kontra:
Von einer Ausnutzung der Kirchen durch Nichtkirchliche, so Ladwig, könne also gar keine Rede sein. Im Gegenteil ließen sich die Kirchen ihre inneren Angelegenheiten von der Allgemeinheit finanzieren. Anlässlich des Vorstoßes des "Kirchenlobbyisten Blum", so Ladwig, sollte man es auch mal anders herum sehen: "Wenn also vom Subventionsabbau die Rede ist, müsste man den Transfer in die Kirchen mal in den Blick nehmen.
Das einzig überraschende an diesem Thema ist, dass noch niemand vor Blum auf diese Schnapsidee kam. Alles andere, nämlich dass die Bild dies als regierungsnahes und christliche Blatt unkritisch kolportierte, dass es keinen Aufschrei aus der Politik gab und dass Herr Blum (als Volkswirtschaftswissenschaftler!) keine Ahnung von der Finanzierung der Kirchen hat, erfüllt auch hier voll den Erwartungswert.
1: Nach allgemeinem Verständnis liegt nämlich dann Diebstahl vor, wenn Eigentum ohne die Zustimmung des Eigentümers übertragen wird. Dass sich der Staat hier sein Extrawürstchen in Form der Besteuerung geschaffen hat, unterstreicht nur den unmoralischen Ansatz.
Mittwoch, Dezember 23, 2009
Neulich beim Ökologismus...
Religionen müssen immer alt und verstaubt sein? Hier mal ein neues Angebot:
Die zehn Gebote des Öko-Glaubens:
Das erste Gebot: Du sollst dich fürchten!
Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Wenn es einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.Das zweite Gebot: Du sollst ein schlechtes Gewissen haben!
Wer lebt, schadet der Umwelt - alleine schon durch seine ExistenzDas dritte Gebot:Du sollst nicht zweifeln!
Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.Viertes Gebot: Die Natur ist unser gütiger Gott!
Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher HybrisFünftes Gebot: Du sollst deine Gattung verachten!
Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.Sechstes Gebot: Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen!
Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werdenSiebtes Gebot: Du sollst nicht konsumieren!
Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden. [...]
Montag, Dezember 21, 2009
Neulich beim wilden Alarmieren...
Das ef-magazin hat einen sehr lesenswerten dreiteiligen Beitrag zum leidigen Thema Klima veröffentlicht:
Hier zu Teil 1
Hier zu Teil 2
Hier zu Teil 3
Vor einer Woche reisten die Politik der Welt nach Kopenhagen. Sie benötigten bislang 1200 Limousinen – so viele, dass die dänischen Autovermieter sich in den Nachbarländern versorgen mussten – und 120 Jets – was dazu führte, dass zahlreiche Flüge auf Nachbarflughäfen umgeleitet werden mussten, um die schweren Lasten für uns zu besprechen, die aber um des Klimas Willen leider notwendig seien.
Hier zu Teil 1
Hier zu Teil 2
Hier zu Teil 3
Dienstag, Dezember 15, 2009
Neulich beim Wirtschaftsweisen...
Im aktuellen Spiegel wird der "Wirtschaftsweise" Wolfgang Wiegard, Zeit seines Lebens Sozialschmarotzer auf Kosten der Steuerzahler - er hat den Universitätsbetrieb nie verlassen - und SPD Mitglied, mit folgendem Satz bzgl. des Mehrwertsteuergeplänkels im Hotel- und Gaststättengewerbe zitiert:
Soso.. also Geld wird verschenkt, wenn Unternehmen und/oder Bürger nicht ganz so stark vom Staat finanziell geschröpft werden? Der Staat hat kein Geld zum verschenken, denn alles was er vermeintlich verschenkt, muss er erst jemandem anderen mit Gewalt wegnehmen. Diese simple Weisheit sollte herrn Wiegard doch geläufig sein...
Das Steurrecht in .de ist imho schon eines der kompliziertesten, willkürlichsten und ungerechtesten weltweit - "komplizierter" vermittelt hier ja fälschlich den Eindruck, dass es vorher einfach war! Weiters wird kein Geld verschenkt, sondern das Geld bleibt bei demjenigen, der es verdient hat (der Gast, der weniger ausgeben muss und der Wirt, der weniger abführen muss). Zu behaupten das Geld würde "dringend (wo anders) benötigt", heißt nur, sich anzumaßen besser zu wissen, wie Individuen ihr Geld auszugeben haben.
Als Wirtschaftsweiser (quasi die moderne Form der Auguren) in Allwissenheitsphantasien zu schwelgen ist das eine, diese aber öffentlich und ohne Beleg hinauszuposaunen ist in meinen Augen mehr als dreist - jedoch das übliche Prozedere.
"Das Steuerrecht wird komplizierter, und Geld wird verschenkt, das dringend benötigt würde."
Soso.. also Geld wird verschenkt, wenn Unternehmen und/oder Bürger nicht ganz so stark vom Staat finanziell geschröpft werden? Der Staat hat kein Geld zum verschenken, denn alles was er vermeintlich verschenkt, muss er erst jemandem anderen mit Gewalt wegnehmen. Diese simple Weisheit sollte herrn Wiegard doch geläufig sein...
Das Steurrecht in .de ist imho schon eines der kompliziertesten, willkürlichsten und ungerechtesten weltweit - "komplizierter" vermittelt hier ja fälschlich den Eindruck, dass es vorher einfach war! Weiters wird kein Geld verschenkt, sondern das Geld bleibt bei demjenigen, der es verdient hat (der Gast, der weniger ausgeben muss und der Wirt, der weniger abführen muss). Zu behaupten das Geld würde "dringend (wo anders) benötigt", heißt nur, sich anzumaßen besser zu wissen, wie Individuen ihr Geld auszugeben haben.
Als Wirtschaftsweiser (quasi die moderne Form der Auguren) in Allwissenheitsphantasien zu schwelgen ist das eine, diese aber öffentlich und ohne Beleg hinauszuposaunen ist in meinen Augen mehr als dreist - jedoch das übliche Prozedere.
Freitag, November 27, 2009
Neulich ein bisschen rosa...
Die Sau mit der "rosa Salbe" wurde ja schon durchs Dorf getrieben, hier noch mal eine kurze Zusammenfassung (beim Eso Blog geklaut):
Mittwoch, November 25, 2009
Neulich, vom Menschen gemacht...
"Stellen Sie sich nun einen Frühzeitmenschen vor, der sich nach einem Tag fröhlicher Werkzeugarbeit in seiner Umwelt umsieht. Er schaut sich um und sieht eine Welt, die ihm wahnsinnig gut gefällt: Hinter ihm liegen Berge mit Höhlen darin - Berge sind toll, weil man sich in den Höhlen verstecken kann und nicht im Regen herumlaufen muß, und die Bären kriegen einen nicht; vor ihm liegt der Wald - darin gibt's Nüsse und Beeren und andere Leckereien; ein Bach fließt vorbei, gefüllt mit Wasser - köstlich zu trinken, man kann die Boote darin zum Schwimmen bringen und überhaupt alles mögliche damit anstellen. Und da ist ja auch Vetter Ug, der hat gerade ein Mammut gefangen -Mammuts sind toll, man kann sie essen, man kann ihre Felle tragen, man kann aus ihren Knochen Waffen herstellen, um andere Mammuts zu fangen. Echt, diese Welt ist großartig, sie ist phantastisch.
Aber unser Mensch hat einen Augenblick Zeit nachzudenken, und er denkt sich: »Also, das ist wirklich eine interessante Welt, in der ich lebe«, und dann stellt er sich eine sehr tückische Frage, eine Frage, die völlig bedeutungslos und trügerisch ist, sich aber nur aufgrund des Wesens seiner Persönlichkeit stellt, der Persönlichkeit, zu der er sich entwickelt hat und die erfolgreich ist, weil er so denkt. Der Mensch als Macher betrachtet seine Welt und sagt: »Wer hat das alles gemacht?« Wer hat das gemacht? - Sie merken, warum das eine tückische Frage ist. Der Frühzeitmensch denkt: »Weil es nur ein Lebewesen gibt, das ich kenne, das Dinge herstellt, muß derjenige, egal wer es ist, der all dies gemacht hat, viel größer, viel mächtiger und zwangsläufig unsichtbar sein; einer wie ich, und weil ich meist der Starke bin, der alles macht, ist er wahrscheinlich ein Mann.« So sind wir zur Gottesidee gelangt. Weil wir aber, wenn wir Dinge herstellen, auch vorhaben, etwas mit ihnen anzustellen, fragt sich der Mensch der Frühzeit: »Wenn er es gemacht hat, wozu hat er es gemacht?« Und jetzt schlägt die Falle zu, denn der Frühzeitmensch denkt: »Diese Welt paßt sehr gut zu mir. Es gibt all diese Dinge, die mir helfen, mich ernähren und auf mich aufpassen; ja, diese Welt ist wie für mich geschaffen«, und er kommt zur unausweichlichen Schlußfolgerung, daß, wer auch immer die Welt gemacht hat, sie für ihn geschaffen hat." (Douglas Adams)
Und stellen Sie sich nun einen Menschen im 21. Jh. vor. Dieser stellt sich, als Macher, eine sehr tücksiche Frage "Wer hat das Klima so warm gemacht?" und weil er der einzige ist, der sich einen Schinken-Käse-Toast auf dem Herd warmmachen kann und die Idee vom unsichtbaren Warmmacher nicht wirklich wissenschaftlich ist, ist er zur Idee gelangt, dass er es wohl selbst sein muss, der mit seinem Herd oder irgendeinem anderen Ding, welches er oder seine Vorfahren erfunden haben, das Klima wärmer macht. Mit dieser Idee im Kopf beginnt er zu messen und zu zählen, bohrt tiefe Löcher in den Boden, pinkelt tiefe Löcher in den Schnee und findet Daten, die seine Theorie weiter stützen. Angetrieben von diesem Erfolg sucht er immer weiter und weiter und findet immer mehr, was prima zu seiner Idee passt. Wenn er etwas findet, was nicht passt, dann wird es ignoriert oder umgedeutet, verharmlost oder in eine Verschwörungstheorie gepackt, denn es kann ja nicht sein, dass ein wärmeres Klima von jemandem anderes gemacht worden sein soll, als vom einzigen Macher hier auf Erden.
Da eine Idee nicht dumm genug sein kann, um sie nicht seinem Nachbarn zu erzählen, posaunt der Mensch seine Erkenntnisse in die Welt hinaus. Und da fast alle anderen auch so denken wie er, dass es einen Warmmacher geben muss und dass dieser Warmmacher nur der Mensch sein kann, laufen sie alle in einer Stadt zusammen, die Kaufmannshafen (oder so ähnlich) heißt, um dort den Kaltmacher zu bestimmen. Denn wenn der Mensch die Welt warm gemacht hat, dann kann er sie natürlich auch wieder kalt machen - logisch, oder?
Samstag, November 21, 2009
Neulich reichlich undifferenziert...
Spiegel-online, genauer der Journalist Wolfgang Kaden, spricht ein wichtiges Thema an, nämlich Deutschland verfällt dem Schuldenrausch. Doch wäre es ein Spiegelartikel, wenn er klar Ross und Reiter nennen würde? Stattdessen wird undifferenziert moralisiert:
Klar ist jeder Mensch gierig, diese Erkenntnis ist so trivial, dass man darüber eigentlich kein Wort verlieren muss - gemeinhin nennt man dies übrigens ökonomisches Verhalten. Nur wer so argumentiert verkennt, wo Entscheidungen gefällt werden und wer das Gewaltmonopol besitzt, diese durchzudrücken. Nicht das Gros der Unternehmer oder Angestellten war maßlos, sondern Politiker konnten ihre Gier nach Macht nicht zügeln und klügelten mit den Großunternehmen (vornehmlich Banken) auf Kosten der Normalsterblichen, welche sich nicht ein Stück dagagen wehren konnten. Denn dass alle Macht vom Volke ausginge, ist schon lange Makulatur.
Wenn in guten Zeiten die Politik alles richtig gemacht haben will und sich anschickt dafür die Meriten einzustreichen, dann muss sie auch in schlechten Zeiten alles falsch gemacht haben. Somit betreibt der Spiegel moralisch gesehen genau das, was die Politiker finanzpolitisch betreiben, nämlich die (Zwangs)Sozialisierung der Schuld: alle sollen quasi haften und alle sollen ein schlechtes Gewissen haben. Sry, Herr Kaden, aber diese Predigt des Maßhaltens ist zu albern um ernst genommen zu werden.
Wir alle sind es, die diese Blase mit produzieren
Vielleicht wäre es ganz angebracht, wenn wir mal bei uns selbst anfangen würden, statt immer nur die da oben verantwortlich zu machen. Ja, wir alle sind es, die diese Blase mit produzieren - als Teile einer Gesellschaft, die keine Phasen des Innehaltens und der Neuorientierung mehr zulässt. Die ohne ständig steigendes Sozialprodukt aus den Fugen gerät. Einer Gesellschaft, in der das Wort "Wachstum" zur meist gebrauchten Metapher in den Reden der Politiker und Manager aufgestiegen, zu einer Art Religionsersatz geworden ist.
Gierig sind eben nicht allein die Banker, maßlos nicht allein die Politiker. Gierig und maßlos sind wir alle. Das sieht man schon daran, dass wir uns von der neuen Regierung ein "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" verpassen lassen. Welch eine großartige Wortschöpfung! Das vielsilbige Ungetüm steht für eine Politik, die sich bedingungslos dem "Immer mehr!" verschrieben hat. Wachstum wird mit neuen Schulden erzeugt, wir können nicht mehr ohne die Schuldendroge. Wohlstand auf Kosten der Zukunft.
Klar ist jeder Mensch gierig, diese Erkenntnis ist so trivial, dass man darüber eigentlich kein Wort verlieren muss - gemeinhin nennt man dies übrigens ökonomisches Verhalten. Nur wer so argumentiert verkennt, wo Entscheidungen gefällt werden und wer das Gewaltmonopol besitzt, diese durchzudrücken. Nicht das Gros der Unternehmer oder Angestellten war maßlos, sondern Politiker konnten ihre Gier nach Macht nicht zügeln und klügelten mit den Großunternehmen (vornehmlich Banken) auf Kosten der Normalsterblichen, welche sich nicht ein Stück dagagen wehren konnten. Denn dass alle Macht vom Volke ausginge, ist schon lange Makulatur.
Wenn in guten Zeiten die Politik alles richtig gemacht haben will und sich anschickt dafür die Meriten einzustreichen, dann muss sie auch in schlechten Zeiten alles falsch gemacht haben. Somit betreibt der Spiegel moralisch gesehen genau das, was die Politiker finanzpolitisch betreiben, nämlich die (Zwangs)Sozialisierung der Schuld: alle sollen quasi haften und alle sollen ein schlechtes Gewissen haben. Sry, Herr Kaden, aber diese Predigt des Maßhaltens ist zu albern um ernst genommen zu werden.
Dienstag, November 10, 2009
Neulich im europäischen Irrenhaus...
Die europäische Zwangsjacke wird wieder mal ein bisschen fester gezogen, denn man muss lesen, "die EU-Finanzminister beschlossen am Dienstag in Brüssel, den Mindeststeuersatz für Tabak in der EU ab 2014 von derzeit 64 auf dann 90 Euro pro 1000 Zigaretten anzuheben".
Besonders zynisch wird es dann zum Schluss des Berichts:
Also jedes Jahr sterben über eine halbe Million Menschen an den Folgen des Rauchens, aber nicht ohne zuvor vom Staat noch mal über Gebühr geschröpft worden zu sein. Vielleicht wären diese Leute noch am Leben, wenn sie sich nur bessere Nahrungsmittel kaufen hätten können oder eine private Krankenversicherung abgeschlossen hätten oder auch nur öfter in den Urlaub gefahren wären oder aufs Land hätten ziehen können. Doch leider mussten sie viermal so viel Geld für ein Produkt aufwenden, als dessen tatsächlicher Tauschwert beträgt - was ja nur zu ihrem Besten geschah. Daran erkennt man den wahren Menschenfreund, der am Leid der anderen noch kräftig mitverdienen kann. Auf verbeamtete scheinheilige Lebensretter können wir in Zukunft gerne verzichten...
Besonders zynisch wird es dann zum Schluss des Berichts:
Nach Angaben der EU-Kommission sterben europaweit jedes Jahr 650.000 Bürger an den Folgen des Rauchens. Mit den höheren Steuern will die Behörde Bürger systematisch vom weißen Qualm entwöhnen.
Also jedes Jahr sterben über eine halbe Million Menschen an den Folgen des Rauchens, aber nicht ohne zuvor vom Staat noch mal über Gebühr geschröpft worden zu sein. Vielleicht wären diese Leute noch am Leben, wenn sie sich nur bessere Nahrungsmittel kaufen hätten können oder eine private Krankenversicherung abgeschlossen hätten oder auch nur öfter in den Urlaub gefahren wären oder aufs Land hätten ziehen können. Doch leider mussten sie viermal so viel Geld für ein Produkt aufwenden, als dessen tatsächlicher Tauschwert beträgt - was ja nur zu ihrem Besten geschah. Daran erkennt man den wahren Menschenfreund, der am Leid der anderen noch kräftig mitverdienen kann. Auf verbeamtete scheinheilige Lebensretter können wir in Zukunft gerne verzichten...
Montag, November 09, 2009
Neulich beim Durchgehenlassen...
Seltsam, wie selektiv doch die Wahrnehmung ist. So wird um die Äußerungen eines Herrn Sarrazin, welche zwar polemisch daherkamen aber doch durch Fakten gestützt waren, so ein Bohei gemacht, dass sich jemand sogar genötigt sah Anzeige wegen Volksverhetzung zu stellen, wohingegen man den alten Volksverhetzer aus Köln auch dieses Jahr wieder ungeschoren ließ. Die Medien waren vornehmlich zurückhaltend und seitens der Politik, die ansonsten jede Killerspielesau durch Winnenden zu treiben vermag, vernahm man.. öhm... gar nichts. Vielleicht genießt man mit dem Titel "Kardinal" doch Immunität, wer weiß?
Anlässlich der jüngsten Entgleisung, welche von den Medien kaum, von der Politik sogar unbeachtet blieb, hat der hpd einen längeren Artikel bereitgestellt, welcher anschaulich zeigt wo und wann wer wen verhetzte:
Anlässlich der jüngsten Entgleisung, welche von den Medien kaum, von der Politik sogar unbeachtet blieb, hat der hpd einen längeren Artikel bereitgestellt, welcher anschaulich zeigt wo und wann wer wen verhetzte:
- 1991 warf er im Soldatengottesdienst (!) allen Nichtchristen „menschenverachtenden Kannibalismus“ vor, nur ein gläubiger Mensch sei „auf Dauer ein friedfertiger Zeitgenosse“.
- 1992 geht er weiter: „Unter den Nichtgläubigen säßen wirklich die Verantwortlichen für die gegenwärtige Ausländerfeindlichkeit.“
- 2005 behauptet er, wenn Eltern ihre Kinder nicht religiös erzögen, machten sie diese zu „geistigen Krüppeln“ und
- 2007 verkommt „Menschlichkeit ohne Gottesglauben [ ... ] in Brutalität“.
Das System des Christentums und des Katholiszismus im vergangenen Jahrhundert hat uns gezeigt, wohin das führt: Nicht zu mehr Glück und Freiheit des Menschen, sondern an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen.
Freitag, November 06, 2009
Amoklaufen reloaded...
Ein US-Major hat auf dem US-Truppenstützpunkt Fort Hood in Texas zwölf Soldaten getötet und 31 teils schwer verletzt. (spon)
Gemäß der Politikerdenke müssen jetzt zwei Konsequenzen folgen:
- Verbot von Schusswaffen auf Militärstützpunkten
- Verbot von Killerspielen (also auch von Krieg) für Soldaten
Montag, November 02, 2009
Neulich beim Strandurlaubsverbot...
Wie spiegel-online berichtet sind auf den Kanaren zwei Menschen beim Strandurlaub ums Leben gekommen, da sie von Felsbrocken erschlagen wurden:
Da es sich hierbei um ein vergleichbares Risiko handelt (nämlich ein sehr geringes), wie bei einem Amoklauf ums Leben zu kommen, fordere ich hier auch jede Menge Zwangsmaßnahmen:
Drama im Ferienparadies auf Teneriffa: Felsbrocken sind auf der spanischen Ferieninsel auf einen beliebten Badestrand gestürzt und haben zwei Frauen getötet.
Da es sich hierbei um ein vergleichbares Risiko handelt (nämlich ein sehr geringes), wie bei einem Amoklauf ums Leben zu kommen, fordere ich hier auch jede Menge Zwangsmaßnahmen:
- Komplettes Strandulraubsverbot für Frauen, Kinder und Jugendliche
- Abtragen sämtlicher Steilküsten innerhalb der nächsten 5 Jahre
- Generelle Helmpflicht an Stränden
- Notrufsäulen an Stränden weltweit in einem Abstand von 50 Metern
- Aufbau einer Global Beach Force (GBF), einer Strandpolizei, die Risiken früh erkennt und Verstöße ahndet
Samstag, Oktober 17, 2009
Neulich bei der Geldverschwendung...
Deutschland ist sicher, Schwerverbrecher Ullrich durch BKA überführt!
Gut, was hat der Ullrich gemacht? Kleine Kinder geschändet? Hunderte Frauen vergewaltigt? Milliarden Steuergelder verschwendet? Nichts von alledem. Er hat beim professionellen Radfahren gemogelt. Spiegel online schreibt dazu:
Faszinierend dabei ist, dass wegen eines solchen Blödsinns Ermittlungskosten in erheblicher Höhe entstanden sind (ich würde mal schätzen ein paar Millionen Euronen), welche aber nicht von Herrn Ullrich oder einem deutschen Radverband übernommen, sondern auf alle alle umgelegt werden. D.h. vom Raddesintressierten bis zum Tour-de-France-Fan werden alle zur Kasse gebeten.
Ehrlichgesagt ist es mir völlig gleichgültig was sich Sportler in die Venen schießen. Wer meint er müsse dopen und das Risiko körperlicher Fehlfunktionen auf sich nehmen will, der kann das meinetwegen gerne tun. Warum hört man nicht einfach mit den Dopingtests auf und lässt das Publikum entscheiden? Wenn die Leute gedopte Sportler sehen wollen, dann wird sich das herausstellen, wenn keiner mehr die Tour einschaltet, dann hat sich das mit dem Doping eh von selbst erledigt.
Der größte Vorteil aber wäre, dass sich dann diese betroffenheitsschwangeren Dopingdiskussionen erledigen, dass kein Sportler mehr vor der Kamera lügen oder unter Tränen sein "Dopingverbrechen" gestehen müsste. Doping - na und?
Gut, was hat der Ullrich gemacht? Kleine Kinder geschändet? Hunderte Frauen vergewaltigt? Milliarden Steuergelder verschwendet? Nichts von alledem. Er hat beim professionellen Radfahren gemogelt. Spiegel online schreibt dazu:
Die Beweise dafür fanden BKA-Experten der Einsatzgruppe Doping auf einem Computer, den sie bei einer Razzia in Pevenages Wohnung beschlagnahmt hatten. Techniker hatten Daten rekonstruiert, die von der Computerfestplatte gelöscht worden waren. Dies geht aus bislang unter Verschluss gehaltenen Akten der Bonner Staatsanwaltschaft hervor, die 2219 Seiten umfassen. Die Strafverfolger hatten seit Juli 2006 gegen Ullrich wegen Verdachts des Betrugs ermittelt und stellten das Verfahren im März 2008 gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 250.000 Euro ein.
Faszinierend dabei ist, dass wegen eines solchen Blödsinns Ermittlungskosten in erheblicher Höhe entstanden sind (ich würde mal schätzen ein paar Millionen Euronen), welche aber nicht von Herrn Ullrich oder einem deutschen Radverband übernommen, sondern auf alle alle umgelegt werden. D.h. vom Raddesintressierten bis zum Tour-de-France-Fan werden alle zur Kasse gebeten.
Ehrlichgesagt ist es mir völlig gleichgültig was sich Sportler in die Venen schießen. Wer meint er müsse dopen und das Risiko körperlicher Fehlfunktionen auf sich nehmen will, der kann das meinetwegen gerne tun. Warum hört man nicht einfach mit den Dopingtests auf und lässt das Publikum entscheiden? Wenn die Leute gedopte Sportler sehen wollen, dann wird sich das herausstellen, wenn keiner mehr die Tour einschaltet, dann hat sich das mit dem Doping eh von selbst erledigt.
Der größte Vorteil aber wäre, dass sich dann diese betroffenheitsschwangeren Dopingdiskussionen erledigen, dass kein Sportler mehr vor der Kamera lügen oder unter Tränen sein "Dopingverbrechen" gestehen müsste. Doping - na und?
Mittwoch, Oktober 14, 2009
Neulich bei der Fristenlösung...
Zur Zeit stürzt sich die österreichische Kirche mal wieder auf das Dauerthema Abtreibung. Schade eigentlich, dass auch das ef-magazin ins gleiche Horn bläst und in verschwörungstheoretischer Manier einen Bezug zwischen dem unverdienten Nobelpreis Obamas und dem ebenso unverdienten Nobelpreis Mutter Teresas herstellt, deren "noch heute zu Tränen rührenden Dankesrede" nämlich vor allem eines war, religiöser Schwurbel vermischt mit Anti-Abtreibungspropaganda.
Doch zurück zu Österreich und dem Bischof Küng, der im profil ein Interview gab, welches in vollem Wortlaut auf kath.net veröffentlicht wurde. Darin sagt er folgendes:
Der Bischof möchte natürlich nur diejenigen hinter Gitter sehen, die eine Frau zur Abtreibung überreden (oder diese durchführen), da hier der wirre Gedankengang dahintersteckt, dass eine Schwangerschaft gottgewollt und somit per se gut ist. Würde der St.Pöltener Röckchenträger aber das was er sagt ernst nehmen, so müsste er auch Strafen für all jene fordern (also quasi auch für sich), die auf eine abtreibungswillige Frau Druck ausüben, den Fötus auszutragen.
Doch zurück zu Österreich und dem Bischof Küng, der im profil ein Interview gab, welches in vollem Wortlaut auf kath.net veröffentlicht wurde. Darin sagt er folgendes:
Wie könnten strafrechtliche Maßnahmen aussehen? Zu bedenken ist, dass schwangere Frauen in Konfliktsituationen oft unter großem Druck stehen. Auch Frauen haben natürlich ihre Verantwortung - Abtreibung ist und bleibt immer ein Strafbestand, auch in der jetzt geltenden Regelung ist das so -, aber es kann auch mildernde Gründe geben, die insbesondere bei betroffenen Frauen zu berücksichtigen sind. Ich würde bei jenen ansetzen, die auf eine schwangere Frau Druck ausüben, das Kind abtreiben zu lassen. Das kann der Kindesvater sein oder andere Personen; bezüglich Arbeitgeber gibt es schon Strafbestimmungen. Die Ärzte müssen in die Pflicht genommen werden. Die Kirche fordert seit Jahren, verschiedene Punkte gesetzlich festzulegen und bei Nichtbefolgung zu bestrafen; z. B. Einhalten einer Bedenkfrist, umfassende Informationspflicht über alle Folgen einer Abtreibung, verpflichtender Hinweis auf angemessene psychosoziale Beratung, verpflichtende Aufforderung zur Konsultation eines anderen Arztes. Das wären jedenfalls erste kleine Schritte in die richtige Richtung.
Der Bischof möchte natürlich nur diejenigen hinter Gitter sehen, die eine Frau zur Abtreibung überreden (oder diese durchführen), da hier der wirre Gedankengang dahintersteckt, dass eine Schwangerschaft gottgewollt und somit per se gut ist. Würde der St.Pöltener Röckchenträger aber das was er sagt ernst nehmen, so müsste er auch Strafen für all jene fordern (also quasi auch für sich), die auf eine abtreibungswillige Frau Druck ausüben, den Fötus auszutragen.
Die Kirche fordert, das dürfte aus meinen Antworten klar geworden sein, nicht so sehr die strafrechtliche Verfolgung schwangerer Frauen, als vielmehr den Schutz wehrloser Kinder und dann auch den Schutz schwangerer Frauen vor dem Druck außenstehender Personen. Außerdem gehören Verantwortungslosigkeit und Geschäftemacherei mit dem Leben bestraft. Und ich wage zu behaupten, die Kirche muss sich bei diesem Thema immer wieder einmischen, es ist ihre Pflicht, zum Wohle der Menschen und der ganzen Gesellschaft ihre Stimme zu erheben. Denn wie schon Kardinal König wiederholt sagte, die Abtreibung hinterlässt eine tiefe Wunde in der Gesellschaft.Auch hinter dieser leidigen Abtreibungsdiskussion steckt wieder mal die Annahme, dass Menschen nicht fähig sind selbst Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und dass somit andere Leute wie Politiker oder Bischöfe (die aber gemäß dieser Denke ja auch keine Entscheidungen für ihr eigenes Leben treffen können, geschweige denn für das anderer) entscheiden müssen, was diese zu tun oder zu lassen haben. Vorgeblich wird ad nauseam von "Schutz" (des ungeborenen Lebens, der Mutter etc.) gesprochen, faktisch handelt es sich aber nur um einen weiteren Ansatzpunkt Zwangsmaßnahmen vorzunehmen und über das Leben anderer Leute bestimmen zu wollen.
Montag, Oktober 12, 2009
Neulich ausgepreist...
Einer der Wirtschaftsnobelpreise ging diesmal an eine Wissenschaftlerin, welche sich um das Allmende-Problem gekümmert hat. Spiegel online schreibt dazu:
Es ist schon fast erschreckend zu sehen, was Journalisten dem Markt alles antun können. Ist es der Finanzmarkt, so haben nicht Finanzleute vor Ort die beste Lösung gefunden, wie man in einem überregulierten System am besten abzocken kann, sondern der Markt war daran schuld. Sind es aber ein paar türkische Fischer, so hat der Markt mit deren Rotationsprinzip natürlich überhaupt nichts zu tun, sondern "die Menschen vor Ort" haben allein aus Herzensgüte und purem Altruismus zu dieser Lösung gefunden...
Ein Beispiel, wie sich das Dilemma der Überfischung lösen lässt, gibt es in der Türkei: In Antalya haben Fischer eine Art Kooperative gegründet, in der jeder einen bestimmten Meeresabschnitt zugeteilt bekommt. Weil die Bereiche unterschiedlich attraktiv sind, rotieren die jeweiligen Seegebiete zwischen den Betroffenen. So bekommt jeder eine faire Chance - und gleichzeitig werden alle Fischer von ihren Konkurrenten überwacht.
Wie das Beispiel zeigt, ist Ostrom in ihrer praxisorientierten Forschung auch zu der Erkenntnis gekommen, dass die Menschen vor Ort oft die besten Lösungen für ihre Probleme finden. Damit hat die Wissenschaftlerin nachgewiesen, dass weder der Staat noch der Markt - wie es viele ihrer Kollegen behaupten - in der Regel zu den besten Ergebnissen führt.
Es ist schon fast erschreckend zu sehen, was Journalisten dem Markt alles antun können. Ist es der Finanzmarkt, so haben nicht Finanzleute vor Ort die beste Lösung gefunden, wie man in einem überregulierten System am besten abzocken kann, sondern der Markt war daran schuld. Sind es aber ein paar türkische Fischer, so hat der Markt mit deren Rotationsprinzip natürlich überhaupt nichts zu tun, sondern "die Menschen vor Ort" haben allein aus Herzensgüte und purem Altruismus zu dieser Lösung gefunden...
Freitag, Oktober 09, 2009
Gerade in Oslo...
Weite Teile Norwegens sind vom Rinderwahnsinn befallen. Anders kann man sich die Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama eigentlich nicht erklären. Oder wie ars libertatis schreibt:
Doch eigentlich ist der Preis schon lange durch Träger wie den Dalai Lama, Mutter Teresa, Arafat oder Kissinger diskreditiert - also nicht wirklich etwas Neues.Nun hat also ein amtierender Präsident den Friedensnobelpreis erhalten, der momentan in etlichen Nationen Krieg führt, in unzähligen Staaten Militärbasen hat, diverse Foltergefängnisse betreibt, unter dessen Aufsicht einige Geheimdienstoperationen in anderen Ländern durchgeführt werden und der in seinem eigenen Land paramilitärische Truppen einsetzt, die immer und immer wieder Unschuldige und kleine Hunde ermorden. Ein Friedensnobelpreisträger, der neben einem War on Terror, einem War on Poverty, einem War on Climate Change auch noch einen War on Drugs führt, wegen dem tausende harmlose Kiffer und Drogensüchtige im Gefängnis sitzen, Todkranke ihr Marihuana nicht mehr erhalten, Drogenabhängige kriminell werden müssen, um die extrem hohen Preise für ihren Stoff bezahlen zu können und der Mexiko in eine Hölle der Gewalt verwandelt hat.
Sonntag, Oktober 04, 2009
Neulich, solange es passt...
Deutschland soll ein Rechtsstaat sein, d.h. die Organe des Staates sollen an die Rechtsordnung gebunden sein (wie wikipedia meint). Dass es hier eine Menge Gestaltungsfreiheit gibt, zeigt folgender Video (mit Dank an den Aufklärer 2.0):
Apropos passen... in Irland hat man ja jetzt auch solange gewählt bis es endlich passt. Spiegel online schreibt dazu:
"Die Iren haben mit klarer Stimme gesprochen", sagte Ministerpräsident Brian Cowen am Samstag in Dublin, "es ist ein guter Tag für Irland und ein guter Tag für Europa". Die Abstimmung sei "eine Willenserklärung, im Herzen Europas zu bleiben".
Folglich haben die Iren mit irgendeiner anderen Stimmte gesprochen, als sie letztes Jahr "NEIN" gesagt haben - tja... wenn eine demokratische Entscheidung nicht passt, wird sie passend gemacht.
Montag, September 28, 2009
Neulich bei Telepolis...
Einen wichtigen Artikel hat Telepolis veröffentlicht, der den Finger genau in die Wunden legt, derentwegen man gestern auch mit gutem Gewissen kein Kreuzchen machen konnte - Der Parlamentarismus als Anachronismus:
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein abschreckendes Beispiel für eine Bevormundungsdemokratie, also eine Variante der Scheindemokratie, wo das Wählervotum von den Gewählten in eine gar nicht gewollte Generalvollmacht umgewandelt wird. Da nur die politische Klasse, aber nicht die Wahlbürger über die politischen Spielregeln entscheiden, handelt es sich beim Wählen unter solchen Bedingungen um eine Selbstentmündigung der Bürger.
In einer freiheitlich-demokratischen Republik brauchen die Bürger eigentlich nur ein vom Volk beherrschtes Verfahren zur staatlichen Willensbildung, aber keine Vertretung, die sich durch Anmaßung von Befugnissen zum Vormund des Volkes aufschwingt. Eine Ermächtigung durch das Volk, die nach der Wahl über viele administrative Instanzen weitergereicht wird, verwässert die demokratische Legitimation. Dies ist in unserer Vertretungsdemokratie regelmäßig der Fall, wo politische oder leitende Beamte, ordentliche Richter, Verfassungsrichter und Repräsentanten für die Europäische Union in obskuren Parteizirkeln nach Gesichtspunkten des Machterhalts und der Pfründesicherung ausgeklüngelt werden. Man beruft sich dabei, wie auch bei der Regierungsbildung, auf das sogenannte "Wählervotum". (Das hat man auch in der DDR gemacht, und die westliche Presse sprach dann von "Schwindelwahlen".) Was die Wähler wirklich wollen, wissen die Gewählten durch Umfragen ziemlich genau, aber darum brauchen sie sich nicht zu scheren, denn die Wähler können sie nicht wirkam zur Verantwortung ziehen.
Sonntag, September 27, 2009
Gerade bei der Wahl
Sieg der Vernunft!
Gem. ersten Hochrechnungen wollen mehr als 66,5% aller Wähler, also eine klare Mehrheit, nicht Merkel bzw. die Unionsparteien. Lassen wir uns mal überraschen, wer Kanzler wird...
Zweitstärkste Fraktion sind diesmal mit 28% Nichtwähler, die jedoch wie üblich in einem demokratischen System, in welchem es auf Mehrheiten ankommt, übergangen werden.
Lustig auch die ganzen Reaktionen auf die Wahl. Es hat schon etwas Religiöses. So wie z.B. Christen auch noch die härtesten Schicksalsschläge rationalisieren (Gott hatte einen Plan, es ist eine Prüfung usw.), genauso rationalisieren die enttäuschten Wähler das Ergebnis: die Nichtwähler sind schuld, das Parteiprogramm war zu schlecht, der Wahlkrampfkampf schreckte ab, Steinmeier ist der Falsche, Gysi hat eine zu große Klappe etc.pp.. Wie immer hat nicht das System ein unerwünschtes Ergebnis produziert, sondern es lag an "Kleinigkeiten". Denn das System anzutasten hieße ja auch sich zukünftige Chancen auf das zu verbauen, was man auch bei dieser Wahl anstrebte, nämlich seine eigene Meinung anderen Leuten aufzwingen zu können.
Doch was bekommt man denn nun bei Lichte betrachtet? Von 62 Mio. potentiell stimmberechtigten (ca. 75% der Bevölkerung) haben ca. 44 Mio. gewählt (ca. 53%). Von diesen 53% haben ca. 34% Merkel und Co. gewählt, d.h. gerade mal 18% der Gesamtbevölkerung wollen CDU/CSU. Diese wird voraussichtlich mit der FDPkoitieren koalieren, welche selbst 8% der Gesamtbevölkerung stimmtechnisch auf sich verbuchen konnte. D.h. eine Schwarz-Gelbe-Regierung hat die Unterstützung von ca. 26% der Bevölkerung - das nenne ich doch mal eine absolute Mehrheit!
Gem. ersten Hochrechnungen wollen mehr als 66,5% aller Wähler, also eine klare Mehrheit, nicht Merkel bzw. die Unionsparteien. Lassen wir uns mal überraschen, wer Kanzler wird...
Zweitstärkste Fraktion sind diesmal mit 28% Nichtwähler, die jedoch wie üblich in einem demokratischen System, in welchem es auf Mehrheiten ankommt, übergangen werden.
Lustig auch die ganzen Reaktionen auf die Wahl. Es hat schon etwas Religiöses. So wie z.B. Christen auch noch die härtesten Schicksalsschläge rationalisieren (Gott hatte einen Plan, es ist eine Prüfung usw.), genauso rationalisieren die enttäuschten Wähler das Ergebnis: die Nichtwähler sind schuld, das Parteiprogramm war zu schlecht, der Wahl
Doch was bekommt man denn nun bei Lichte betrachtet? Von 62 Mio. potentiell stimmberechtigten (ca. 75% der Bevölkerung) haben ca. 44 Mio. gewählt (ca. 53%). Von diesen 53% haben ca. 34% Merkel und Co. gewählt, d.h. gerade mal 18% der Gesamtbevölkerung wollen CDU/CSU. Diese wird voraussichtlich mit der FDP
Freitag, September 25, 2009
Abonnieren
Posts (Atom)