Donnerstag, November 12, 2020

Das po8ische Lexikon #3 - freie Marktwirtschaft

Neuer Begriff, neues Glück - oder Unglück? Thema heute:

freie Marktwirtschaft

Interessanterweise denken viele, wenn dieser Begriff fällt, an die USA, an zügellosen Kapitalismus, Neoliberalismus, Ausbeutung usw., als könne man alles Schlechte, was es auf der Welt gibt in diesem Begriff unterbringen. Das Gute passt dann eher in die deutsche Variante, die "soziale Marktwirtschaft". Was Wikipedia dazu meint, kann man hier nachlesen.

Mir geht es heute aber um die unterschwellige Unterstellung, in einer "freien Marktwirtschaft" wäre alles erlaubt. So wie manche der Meinung sind, in einer Anarchie herrschte Regellosigkeit, so meinen wahrscheinlich auch viele, wenn Angebot und Nachfrage über den Markt bestimmt werden, dann geschehe scheinbar einfach ein Wunder - the "invisible hand".

Dem ist aber nicht so. Jede soziale Struktur benötigt Regeln, egal ob es sich um einen Kindergarten, die Börse oder den Hamburger Fischmarkt handelt. Regeln sind normalerweise dazu da, wiederkehrende Verhaltensmuster zu beschleunigen. Wenn man z.B. in einen Zeitungskiosk geht, eine Zeitschrift nimmt und den passenden Betrag auf den Tresen legt, so gibt es eine Regel (in dem Fall sogar ein Gesetz), dass diesen Vorgang legitimiert. Gäbe es das nicht, müssten der Kioskbesitzer und der Zeitungskäufer erst mal einen Kaufvertrag zur gegenseitigen Rechtssicherheit aufsetzen. Eine weitere Regel, die noch keine intrinsische Absicht beinhaltet, sondern nur Rechtssicherheit herstellen soll wäre "pacta sunt servandae", also Verträge sind (gefälligst) einzuhalten.

Sonntag, November 08, 2020

Neulich beim hl. Andreas...

...Rebers (hier zu seinem Beitrag):






 

Prophecy update...

 Ok, mit meiner ersten Prophezeiung habe ich schon mal nicht recht behalten - zum Glück. Auch soll man, lt. Mark Twain, mit diesen immer sehr vorsichtig sein, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. 😉

Bedenklich nur, dass die USA weit entfernt von diesem "Erdrutschsieg" entfernt waren. Es war eben leider nicht so einfach, dass Trump einfach nur schlecht war, sondern man kann das auch etwas differenzierter betrachten

Ich wünsche mir, dass die Medien (v.a. auch die deutschen), die gleichen Standards an Biden anlegen, mit denen sie in den letzten Jahren Trump gemessen haben und in gleicher Weise contra geben. Wenn die Aera Trump etwas bewiesen hat, dann dass die Medien das immer noch können - nur sie müssen dieses Verve, diesen Enthusiasmus gegen alle Regierenden einsetzen und nicht nur gegen diejenigen, die ihnen am meisten gegen den Strich gehen.

PS: Und hier noch eine weitere Prognose: ich denke Biden wird nicht zwei Amtszeiten durchhalten. Wenn die Demokraten es geschickt anstellen, dann schaffen sie es mit Kamela Harris in vier Jahren die erste Frau ins weiße Haus zu bringen. :-)

Sonntag, November 01, 2020

Das Wort zum Sonntag #77

Thema heute: Hört auf die Wissenschaft!

How dare you to ignore scientific facts? Ich konnte hier lange den Finger nicht in die Wunde legen, aber die religiösen Züge der Bewegungen zur Rettung des Klimas (oder gleich des ganzen Planeten!!1!elf!) sind unverkennbar. Es wird nicht auf alle Wissenschaftler gehört, sondern nur auf diejenigen, die in die Agenda passen. Es werden keine Lösungen präsentiert, sondern nur (Zwangs)Maßnahmen gefordert. Es wird kein demokratisches Ergebnis akzeptiert sondern unterschwellig eine Weltklimaregierung propagiert.

Hörten wir auf alle Wissenschaftler, dann sollten wir auch Björn Lomborg zuhören, der sehr klar darlegt, dass die Ziele von FFF, Extinction Rebellion und wie sie alle heißen, eben vieles sein mögen, aber nicht zielführend. Bitter nur, dass Politiker lieber ihr Fähnchen in den Wind hängen, anstatt hier mal Paroli zu bieten. Aber seht selbst (Vortrag ca. 40 Min.):


Samstag, Oktober 31, 2020

Neulich, bei der perfekten 2. Welle...

Potzblitz, jetzt ist sie da! 🙄

Mit Ansage.

Und trifft Deutschland ohne Plan. War ja auch nicht genug Zeit, in den letzten 3-4 Monaten eine vernünftige Strategie auszuarbeiten, mit der man einem Wiederaufkeimen des Virus hätte begegnen können. Stattdessen wollte man ja lieber über Lockerungen ad nauseam diskutieren.

Der "Wellenbrecherlockdown" ist im Prinzip die Watschen ins Gesicht all derer, die sich Mühe gegeben haben, Hygienekonzepte zu erfüllen, den Betrieb am Laufen zu halten und nicht alles vor die Hunde gehen zu lassen. Viele Kleinbetriebe und Gastronomien, Veranstalter, Hoteliers, Beautysalons usw. haben gekämpft und doch gegen einen wütenden Mob verloren, der halt lieber Party macht und laut krakeelend auf die Maske verzichtet, als temporär angepasst das zu tun, was das Vernünftigste sein könnte.

Ich halte auch nicht alle Maßnahmen für sinnvoll oder gleich sinnvoll und ich bin der Meinung, man sollte eine offene Debatte darüber führen dürfen, was etwas bringt und was nichts - am besten unterlegt mit Fakten und Statistiken, damit man die bestmöglichsten Entscheidungen für alle Beteiligten treffen kann. Das ist leider nicht passiert und man hat die Besonnenen, die mit Maske und Mindestabstand reden wollten mit den Idioten, die mit einem veganen Schnitzel bewaffnet den Reichstag stürmen wollten, in einen Topf geworfen. Aber so funktioniert der Diskurs halt heutzutage. Gefühl sticht Fakten.

Die Maske wird zum Symbol der Unfreiheit hochstilisiert, wohingegen die normale Unfreiheit, die Knechtschaft unter der drückenden Abgabenlast, die kaputtgewirtschafteten Kranken-, Renten- und Pflegekassen teilnahmslos hingenommen werden. Das aufoktroyieren von Gendersternchen ist keine Zeile wert, das Verschwenden einer halben Milliarde Euro bei der superdämlichen "Ausländermaut" auch keinen Rücktritt. Ein Flughafen bei Berlin, darf gerne mal >20 Jahre gebaut werden und ein paar tausend Millionen mehr kosten als geplant, ohne dass es auch nur irgendwelche Konsequenzen hätte und ein paar schulschwänzende Umweltjünger schwingen sich dazu auf, allen Menschen Vorschriften machen zu wollen, unter Negation demokratischer Prozesse eine Ökodiktatur befürwortend, alles unter dem Deckmantel der guten Sache - und die o.g. Schnitzeljäger machen mit. 

More chains welcome & how dare you to question these chains - we save the planet! Ich könnte mir ja vorstellen, dass Asperger zu solchen Anmaßungen globaler Größe führen könnte - ich bin kein Arzt -, aber nicht alle können dieses Leiden als Entschuldigung verwenden. Vielleicht können wir den Planeten kaputtmachen, aber sicher können wir ihn nicht "retten" - retten in dieser naiven Art und Weise, wie sich das die meisten Umweltwichtel vorstellen. Uns fehlen dazu schlicht die Mittel, sowohl intellektuell, wissenschaftlich und finanziell. Die meisten Menschen sind überfordert, wenn mehr als ein Faktor am Ursache-Wirkungsprinzip beteiligt ist (weswegen man den Autoführerschein noch mit no-brain hinbekommt, für fliegen in 3 Dimensionen aber eine Ausbildung mit jährlichem Check notwendig ist). Wie sollen wir dann etwas steuern, bei dem so viele Faktoren zu beachten sind, wie beim Klimawandel? Und v.a. bei dem es nur einen heiligen Gral Ziel gibt: CO2 Emission verringern.

Klar, den Klimawandel bekommen wir gebacken 🙄, mindestens genauso gut wie die Pandemie. Wobei bei der Pandemie Maßnahmen zum Schutz bekannt sind, diese sind konkret und von uns allen finanziell machbar, die mittelfristig das Virus sogar zum Aussterben bringen könnten (wie es mit SARS1 der Fall war). Wie vermessen sind wir eigentlich?

Letzte Woche hörte ich irgendwo, dass bei manchen Menschen der IQ durch eine COVID19 Infektion um bis zu 8,5 Punkte gesenkt werden kann - und zwar dauerhaft. Das erklärt die Sorglosig- und Fahrlässigkeit mit der manche agieren: ein IQ kann halt per definitionem nicht negativ werden, was kann man schon verlieren? 😜



Samstag, Oktober 24, 2020

Neulich bei Murat...

 Einen der besten Texte im Rahmen der Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty habe ich bei Herrn Murat Kayman gefunden. Er legt meines Erachtens den Finger in genau die Wunden um die die muslimischen Verbände in Deutschland und auch alle Politiker einen weiten Bogen machen. Eine wirklich lohnenswerte Lektüre:

Gleichwohl ist auch die Meinungsfreiheit nicht schrankenlos. In einer freien, heterogenen Gesellschaft kann aber nicht das betroffene Individuum über die Grenzen der Meinungsfreiheit seines Nächsten urteilen. Dafür gibt es eine Gerichtsbarkeit, die nach rechtsstaatlichen Prinzipien darüber urteilt, was von Meinungsfreiheit gedeckt ist und was ihre Grenzen überschreitet. 

Dass im Spannungsverhältnis von aufeinanderprallenden Meinungen die gewaltsame, lebensverneinende Reaktion als legitimes oder auch nur verständliches Mittel begriffen wird, lässt keine andere Schlussfolgerung zu, als dass für den in dieser Weise gewaltbereiten Menschen sein Gegenüber nicht auf der gleichen Stufe steht. Sein Leben hat keinen höheren Wert als die eigene Meinung. 

Es soll an dieser Stelle nicht behauptet werden, dass all die oben dargelegten und beschriebenen Probleme eine ursächliche Wirkung im Sinne einer direkten Kausalität für Mord und Totschlag entfalten. Es soll nicht behauptet werden, dass in den muslimischen Gemeinschaften die gewaltsame Reaktion auf abweichendes Verhalten und abweichende Meinungen angeregt oder unmittelbar gefördert wird. Aber die Vorstellung von einem Ungleichgewicht des Wertes  menschlichen Lebens kommt nicht aus dem Nichts. Sie beginnt sich zu formen und immer konkretere, machbare Gestalt anzunehmen, wo ein Klima geduldet wird, das auf der Vorstellung von Überlegenheit beruht. 

Zum weiterlesen hier klicken

Donnerstag, Oktober 22, 2020

Neulich bei der Debattenkultur...

 Ein Twitteruser schrieb folgendes zum religiös-motivierten Mordanschlag an Samuel Paty:

Dienstag, Oktober 20, 2020

Neulich beim Prognostizieren...

 Nachdem die USA ja noch nicht gewählt haben und Deutschland erst nächstes Jahr wieder dran ist, möchte ich gerne mal zwei Prognosen abgeben, bei denen ich mir aber nicht wünsche, dass sie wahr werden:

1. Ich denke, dass Trump im November wiedergewählt wird.

2. Ich glaube, dass Merkel nächstes Jahr noch eine Amtszeit bestreiten will. Die FDP wird erneut aus dem Bundestag fliegen bzw.  an der 5% Hürde scheitern und die AfD und SPD Ergebnisse werden sich umdrehen, d.h. <15% bei den Sozialdemokraten und +20% bei der Alternative.

Meine Begründung für beide Ergebnisse ist im Prinzip das gleiche, nur in den USA mit umgekehrtem Vorzeichen: die Schwäche und Untätigkeit der aktuellen Regierung.

In den USA hatte man 2016 die Schnauze vom politischen Establishment voll und wählte eben den, der selbige am weitesten aufriss. Ich halte zwar Trump für einen (wenn nicht sogar den) schlechtesten Präsidenten, aber man kann nicht behaupten, dass er unscheinbar war. Auch spielen die ganzen Trump-Hitler Vergleiche genau den falschen Leuten in die Hände. In Österreich hatte man damals Waldheim trotz Nazi-Vergangenheit gewählt, aus Trotz, weil ganz Europa und die USA dagegen waren. Natürlich war das dämlich, aber Wähler sind nicht rational. Und so denke ich, dass Trump einen knappen Sieg davontragen wird, zumal sein Rückstand geringer ist, als der gegenüber Hillary Clinton.

In Deutschland positioniert sich die aktuelle Regierung zu schwach und tut imho zu wenig. Man hat gefühlt 2/3 der Regierungszeit damit verschwendet, der AfD das Leben in Berlin so schwer wie möglich zu machen, diese als Nazis zu bezeichnen (was für ein Euphemismus für den abgesonderten rechten/rechtsradikalen Blödsinn, der von dieser Seite abgesondert wurde! Imho sind das höchstens Möchtegern-Nazis oder von mir aus auch Neo-Nazis.) und darüber vergessen, dass es diverse Themen gibt, bei denen Deutschland und Europa hinterherhinkt: Digitalisierung, Bildung und Integration bzw. Zuwanderungspolitik - um nur mal drei zu nennen. Nur mit Fingerpointing verbunden mit geheuchelter Betroffenheit, Wankelmütigkeit und Ignoranz (s. Sterbehilfe), gewinnt man halt keine Wahlen.

Samstag, Oktober 17, 2020

Je suis Charlie, toi aussi? 🤔

 In Paris ist folgendes passiert:

Update vom 17. Oktober, 8.38 Uhr: Nach allem, was bisher bekannt ist, war die tödliche Attacke auf einen Geschichtslehrer in einem Pariser Vorort am Freitagabend ein grausamer Akt. Von einer Enthauptung des Mannes auf offener Straße ist die Rede, was Frankreichs Präsident Emmanuel Macron jedoch nicht bestätigt. Bei seinem Besuch am Tatort nennt er kaum Details. Aber er sieht mit der Tat einen Angriff auf die Meinungsfreiheit, da das Opfer, Berichten nach Mitte 40, Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt habe soll. Daraufhin soll es in der Schule zu Ärger und Drohungen gekommen sein. Der Mann wurde am Freitag ganz in der Nähe des Schulgebäudes attackiert.

wie man hier lesen kann. 

Man muss schon etwas blauäugig sein, um in einer Enthauptung, wie sie z.B. der IS zigmal durchgeführt hat, ein anderes Verbrechen, als einen religiös motivierten Mordanschlag zu vermuten. Auch die Tatsache, dass der Geschichtslehrer Mohammed Karikaturen zeigte, lässt einen Schluss in diese Richtung zu. Nichtsdestotrotz gilt natürlich in dubio pro reo.

Donnerstag, September 17, 2020

Neulich beim Gunkeln...

 Wirklich sehenswerter Ausschnitt aus Gunkels Programm zum Thema Wüstenrelgion 😈

Sonntag, September 13, 2020

Etwas ist faul im Staate Dänemarks...

 Von deutschen Medien vollständig ignoriert, v.a. auch durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Regierungsnähe lässt grüßen), ist in Dänemark die Beschneidungsdebatte wieder aufgelebt, die in Deutschland vor acht Jahren auch geführt wurde. Und wie sich die Szenen gleichen, krakeelten in Dänemark v.a. wieder die jüdische und muslimische Mischpoke am lautesten, dass sie ja wohl ein Recht hätten, sich an ihren kleinen männlichen Babys zu vergehen.

Wie man hier lesen kann, sprach sich die Premierministerin von Dänemark, Mette Frederiksen, gegen ein Beschneidungsverbot aus, mit der selten dämlichen Begründung: 

„Viele Juden finden es nicht vereinbar, in einem Land zu leben, in dem die Beschneidung verboten ist, und ich glaube einfach nicht, dass wir eine Entscheidung treffen können, mit der wir unser Versprechen nicht einhalten - dass die Juden ein Teil von Dänemark bleiben werden"

Man könnte auch die umgekehrte Frage stellen, ob vielleicht viele Dänen nicht ihr Land mit Leuten teilen wollen, die überhaupt kein Problem haben, Babys und kleine Kinder genital zu verstümmeln und das eben nicht als Teil von Dänemark haben wollen. Schon mal darüber nachgedacht, Mette?

Freitag, August 28, 2020

Neulich beim Blasphemieren...

 Blasphemie ist ein Gedankenverbrechen. "Allmächtige" Götter, die sich ihrer Kritiker nicht erwehren können, brauchen die Hilfe weltlicher Gerichte, um sich gegen Kritik und Schmähungen zur Wehr zu setzen. Etwas erbärmlicheres kann man sich gar nicht vorstellen, untergräbt doch jedes Blasphemieurteil die göttliche Allmächtigkeit ein Stückchen mehr. Wie sich das realiter anfühlt, wenn ein Land sich in der religiösen Zwangsjacke befindet und wenn die Religion des Friedens 1.500 Leute ermordet hat, weil sie etwas gegen die fiktive Person Mohammed gesagt haben, kann man sich in diesem Video ansehen:


Freitag, August 21, 2020

Neulich beim pispern...

 Eines der letzten Programme von Volker Pispers 2016, deswegen aber nicht weniger aktuell 😉

Und hier noch was altes hörenswertes 😊

https://www.youtube.com/watch?v=yrQDLR7C0dY

Sonntag, August 16, 2020

Das Wort zum Sonntag #76

 Thema heute: Macht säkulare Ethik das religiöse Leben unmöglich?


Ethik ist, wie fast alles, einer Evolution unterworfen. War es z.B. jahrhundertelang "ok" Sklaven zu halten, so ist die Sklaverei mittlerweile weltweit geächtet, zumindest auf dem Papier ausgerottet und hat auch in den Menschenrechten (zu recht!) keinen Platz gefunden. Weiterhin bieten aber diverse religiöse Schinken ein anderes Bild, in denen ein allwissender Gott in seiner immergültigen Moral diese Weiterentwicklung in keinster Weise vorhergesehen hat.

Oder ein anderes Beispiel: Homosexualität. Lange als (heilbare) Krankheit gedeutet und "behandelt", blüht heute noch in manchen Teilen der Welt Homosexuellen die Todesstrafe, wohingegen in Deutschland schon die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist. Die "göttliche Moral" ist gleichgeblieben, unsere Sichtweise, unsere Ethik hat sich zum Positiven weiterentwickelt.

Und hier sieht man auch schon die Diskrepanz. Wenn meine Begründung für ethische Handlungsanweisungen (= Moral) aus alten Schriften von Ziegenhirten kommt, die per definitionem unabänderlich sind, weil sie ja ein spezifischer Gott in die Welt hinausventiliert haben soll, so kann dies - ebenfalls per definitionem - keinem Wandel unterworfen sein. Jeder Wandel machte den jeweiligen Gott sonst unglaubwürdig, die Religion dazu sinnlos.

Samstag, Juli 18, 2020

Recently in a bureaucrats office...

As a special service for my numerous foreign followers, I translated a recent post 😉


Dad: Good morning, my name is Notimportant.

Official: Good morning Mr. Notimportant, how do you do? How can I help you, Sir?

Dad: My wife and I are expecting and we're both devout Pinkistians and wanted to have our child cut after birth, err… sort of… something like circumcision. We call it pink-mila. I just want to be sure, that I’ll not get into any legal issues.

Official: So if it is a girl, it is completely forbidden; if it’s a boy it is completely legal and allowed – of course it should be carried out professionally.

Dad: But of course we will do it professionally. I already have an operation date in 5 months. Why is removing the last link of the little finger of the left hand prohibited for girls and allowed for boys?

Official: What are you planning to do? Cut off a Finger?

Dad: A finger! How dare you, we are not Carpentestrians! We Pinkistians stand in a covenant with our pentagram-like creator and in its fivefoldness he has given us the law that every believer must be separated from the last link of the little finger of the left hand – here, see, I miss that too.

Official: But that's a serious assault!

Dad: If we are not allowed to do that, life for Pinkistians is impossible in this country!

Official: But you are harming your child for his whole life! It only has 9 fingers ...

Dad: That is not entirely true. First, only the last link is missing, meaning the little finger is still 66% intact. Secondly, it also has medical benefits. Many germs get stuck under the fingernails and are then spread from there. Studies have shown that removing a fingernail - or a phalanx with a fingernail - reduces the risk of transmission by 10%. Fingertip-cancer is also reduced by 10% - as a Pinkistian doctor has found. Pinkistian children also pick much less in their noses, a study has found a reduction of almost 50%. You see: only advantages! In addition, my wife and I agree that our child's hands should look like ours - and we also lack the last link.

Official: You can't cut a finger off a healthy baby!

Dad: Of course we can, my parents took off mine as well, see! As I recall, they used a cigar-cutter then, but we are not so barbaric. We’ve already made an appointment with our doctor and our little one will get all the anaesthesia he needs – and we bought an extra sharp cigar-cutter.

Official: But it’s against the law!

Dad: You just told me, that I can cut off a piece of his dick and get away with it. Why do you make such a fuzz about the last link of the little finger of the left hand? That’s ridiculous.

Official: Err… the circumcision is a practice with a cultural heritage of several centuries, if not millennia. In Judaism, there are priest-like specialists, the Mohels, who do this with great expertise. After the prepuce is removed, the Mohel receives the blood with his mouth – at least that’s what I was told.

Dad: A priest sucking on a baby’s dick is conform with the law? What country do we live in?

Official: But it’s their culture!  

Dad: So what? The longer you butcher children's genitalia, the more legal it gets? Is this what you wanted to say?

Official: No, of course not. It’s just covered by religious freedom.

Dad: So what are we Pinkistians? A bunch of barbaric goatherds? I’ll surely complain to your superior about your behaviour! This is an infamous defamation of all Pinkistians. Just because we are a small denomination do we have not equal rights to other believers? Show me your duty-number, I need this for my lawyer .... What is worse? Losing the last part of the little finger of your left hand if you have an intact right hand, or getting a major part of your penis amputated? So I would clearly choose the former!

Official: If you can find a doctor to do this at all ...

Dad: Our doctor is also a Pinkistian!

Official: ... who does this, you and the doctor can be prosecuted for a severe assault against the health and body of another person.

Dad: Then we will have to have our fingers cut off abroad. So far it has come in this country, you can mutilate penises, not vulvae, and Pinkistians are forced to decent into illegality! But I tell you, even if I’m locked up for 10 years, I’ll serve that sentence easily to save my child's soul from eternal hell!

Samstag, Juli 11, 2020

Neulich beim Bedeuten...

Hier hat sich telepolis mal wieder selbst übertroffen. Ein aus meiner Sicht sehr guter Artikel, der die Absurdität der social-media-Befindlichkeiten auf den Punkt bringt:

Wer nicht imstande ist, den modernen Sklaventreibern zu Leibe zu rücken, zum Beispiel dem Amazon-Chef Jeff Bezos, wer an der Macht der heutigen Eliten und Großkonzerne nicht rütteln kann, der tobt sich aus in solchen Ersatzhandlungen, der rückt Denkmälern von Personen zu Leibe, die gar nicht mehr existieren und schon lange nichts mehr zu sagen haben. Von "Aufarbeitung der kolonialistischen Vergangenheit" ist da zwar vollmundig die Rede, die Frage ist vielmehr aber, ob es nicht eher um Ablenkung geht, um eine den heutigen Mächtigen nur willkommene Ablenkung des Zorns auf Ersatzobjekte.

Dienstag, Juni 16, 2020

Neulich bei den Bilderstürmern...

Was wird von 2020 bleiben? Die Pandemie, das ist sicher, #BlackLivesMatter eventuell und in diesem Zusammenhang auch vielleicht die vielen Beschädigungen an Statuen und Skulpturen, weil diese ja Leute darstellen, die mit dem aktuellen (SocialMedia)Mainstream nicht konform gehen - sie hatten ja auch keine Chance dazu, i.d.R. sind die abgebildeten Leute schon längst tot.

Man kennt den Bildersturm, der religiös motiviert unzählige Kunstgegenstände zerstört hat. Heute werden selektiv irgendwelche Statuen und Denkmäler angegriffen, weil man den Dargestellten (hauptsächlich) für rassistisch hält. Dem nicht genug, man stürzt sich jetzt auch auf Filme und macht auch vor Philosophen nicht halt.

Wenn die Leute doch nur mal konsequent wären... einem der größten Antisemiten, Kriegstreiber und Frauenhasser hat man etliche Denkmäler errichtet, von denen meines Wissens noch keines geschändet wurde: Martin Luther.

Aber bei der Religion hört halt die Freundschaft auf, da betet man gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung, die Bibel in der Hand haltend, die wohl mehr Rassismus und Diskriminierung in die Welt gesetzt hat, als irgendein anderes Buch (vom Koran vielleicht einmal abgesehen). Menschen in Gut und Böse zu unterteilen, weil sie die richtige oder falsche Wahnvorstellung im Kopf haben, ist noch viel perfider, als sich an äußeren Merkmalen abzuarbeiten und bereitet letzterem den Weg.

Ein kritischer Humanismus, auf rationalen und naturalistischen Fakten gründend, ist aus meiner Sicht der einzige Weg, wie wir die evolutionsbedingte Diskriminierung und den daraus folgenden Rassismus langfristig überwinden können - und zwar von allen Seiten!

Freitag, Juni 12, 2020

Neulich beim Gendern...

Wahrscheinlich bin ich zu alt, zu weiß, zu viel Mann, zu cis oder wasauchimmer aber ich kann beim besten Willen diesem dämlichen Gendern nichts abgewinnen. Ich bin der Meinung, in einer Sprache sollte man mit Sonderzeichen wie Interpunktion, Klammern, Gedankenstrichen usw. ohnehin sparsam vorgehen und diese sollten auch einen gewissen Sinn ergeben. Hier mal ein Beispiel:

Oldfashioned:
Die Schüler der Klasse 9b machten mit ihren Lehrern einen Klassenausflug zum Stadttheater, in welchem Schauspieler, allesamt Mitglieder des Ensembles, verschiedene Protagonisten der letzten Jahrhunderte verkörperten.

Freitag, Juni 05, 2020

Neulich beim Wahlalter...

Robert Habeck, seines Zeichens sexiest Grünenvorsitzender alive, hat sich z.B. hier darüber geäußert, dass das Wahlalter in Deutschland auf 16 Jahre gesenkt werden sollte. Das hört sich dann so an:
Die Jugend habe spätestens in der Corona-Krise gezeigt, welche Verantwortung sie zu übernehmen bereit sei. "Diese politische Reife müssen wir anerkennen. Ich finde, das Wahlalter sollte auf 16 Jahre gesenkt werden, und zwar schon für die nächste Bundestagswahl"
Ich bin der Meinung, dass Demokratie auch nichts anderes, als die Diktatur der Masse ist. Weder kann man empirisch belegen, dass dieses System die Besten der Besten nach oben spült - eher das Gegenteil - noch, dass die Entscheidungen Qualitativ besser sind als in anderen Systemen. Verdächtig scheint bei dieser Forderung jedoch, dass speziell die Grünen von einer derartigen Änderung am meisten profitieren würden, da sie mit der (pseudo)umweltorientierten Politik eher die jüngeren Generationen ansprechen.