Montag, Februar 23, 2026

Es muss enden...

Das Endende


Im Wortgewirr such’ ich das schlichte, klare Ende

und höre doch nur Formen, verdrehte, künstlich mitsprechende,

wo Sprache einst in Ruhe floss — jetzt laut krakeelend gendernde,

verwirrte Redner - wohin führt die sich weiterwendende


Verheißung? Ich sehne mich nach Tönen, sanfte, schlichte sprechende,

statt Zeichenketten, steif gebaut, und künstlich endende;

die Sprache - frei, wird einengende, belehrende

ihr Pfad verliert sich. Das sprachlich überziehende


tötet die Worte. Diese leben erst, wenn sich semantisch findende

Enden verbinden, nicht, wenn, Normen folgend, ständig prüfende;

drum wünsch’ die Klänge mir zurück, die leise schwingende,

sich Sinn in sich entfaltend, ohne Formen, hemmende.


So end' ich dieses Lied, das schlicht die Freiheit will,

und ruf: „Bewahrt das Erbe, denn Sprache ohne Sinn ist still.“

Sonntag, September 14, 2025

Sind wir nicht alle Weihnachtsmannagnostiker?

 Ok, wir sollten zunächst klären, worüber wir sprechen. Hier die Definition von Agnostizismus (geklaut von wikipedia):

Agnostizismus [...] ist die philosophische Ansicht, dass Annahmen – insbesondere theologische, die die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – ungeklärt oder nicht klärbar sind.

Ich werde im Folgenden darlegen, warum Agnostizismus im Prinzip Schwachsinn ist und wir aufhören sollten uns selbst in die Tasche zu lügen.

Ich selbst bin Atheist, d.h. für mich ist die naturwissenschaftliche Erklärung der Welt ausreichend, ich muss nicht noch zusätzliche Einhörner oder Kobolde dazuerfinden, damit es für mich angenehmer wird. Nichtsdestotrotz lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Wenn jemand stichhaltige Beweise oder Belege für die Existenz (s)eines Gottes (oder Einhorns) vorlegen kann und mir schlüssig darlegen kann, warum sich die Welt mit seinem Einhorn besser erklärt als ohne, so bin ich gerne bereit mich "bekehren" zu lassen.

Sonntag, September 07, 2025

Das Wort zum Sonntag #80

Thema heute: Islamophobie

Unter einer Phobie versteht man landläufig eine Angststörung, d.h. man hat aus berechtigten oder unberechtigten Gründen Angst vor irgendetwas. Arachnophobie ist die Angst vor Spinnen, Herpetophobie ist die Angst vor Eidechsen, Reptilien oder auch Schlangen - Wikipedia hat eine Liste der Phobien.

Interessanterweise ist "Islamophobie" nicht darunter. Die Google-KI meint dazu:

"Islamophobie bezeichnet eine pauschalisierende Abneigung und Feindseligkeit gegenüber Muslim:innen [🙄], dem Islam und allem als "islamisch" wahrgenommenen. Der Begriff ist umstritten, da er eine Überschneidung von Angst, Ressentiment und Vorurteilen ausdrückt und oft als Synonym für «antimuslimischen Rassismus» verwendet wird, der die gesellschaftlichen und strukturellen Aspekte der Diskriminierung betont."

Samstag, August 30, 2025

Neulich bei Panorama...

 Vielleicht steht Pan-o-rama in irgendeiner Sprache für Allerlei oder gequirlte Scheiße, was wahrscheinlich den Beitrag am 28.08.25 am ehesten trifft. Hier kann man ihn wahrscheinlich noch in der Mediathek abrufen und hier ist das Transskript.

Es geht natürlich ums Klima und um den (viel zu hohen) Fleischverzehr der Deutschen. Gleich in der Anmoderation dropt Frau Reschke die terminale Diagnose "Krebs"

Nicht nur für unseren Körper [sei es ungesund] - zu viel Fleisch erhöht das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Krebs - sondern auch für unsere Umwelt, unser Klima. Man könnte also auf die Idee kommen, den Konsum einzuschränken. Aber wehe einer will uns ans Fleisch. Nicht umsonst postet Markus Söder beinahe täglich Fotos von sich mit Würstchen, Braten, Döner - auf jeden Fall Fleisch.

Freitag, Juni 13, 2025

Die Israelkritik

 Wer kennt sie nicht, die Keniakritik, die Nepalkritik, die Syrienkritik... Moment. Die kennt ja wirklich niemand. Antiamerikanismus ist ein stehender Begriff, wohingegen Antirusslandissmus sich trotz des Ukrainekriegs nicht durchsetzen will. Auch eine Chinakritik oder Antichinaismus ist unbekannt, obwohl der Umgang mit religiösen Minderheiten wie den Uiguren oder deren Nichtanerkennung von Taiwan auch Spielraum für Ressentiments und Kritikpunkte eröffnet.

Im dritten Beitrag zu meiner kleinen Nahostreihe soll es aber um die berühmte "Israelkritik" gehen und warum sich dahinter zu 99.9% einfach Antisemitismus verbirgt. Doch zunächst einmal zur Definition.

Mittwoch, Juni 04, 2025

3 Chinesen mit 'nem Kontrabass...

Ok, diese drei waren nicht unterwegs, dafür aber 3 Somalis, die über Frankfurt (Oder) nach Deutschland wollten und dabei von Herrn Dobrints Schergen, aka Bundespolizei, an der illegalen Einreise gehindert wurden. Das ganze ist sogar drei mal passiert, aber jetzt muss dieses Beispiel dafür herhalten, dass der härtere Kurs in der Asylpolitik nicht funktioniert.

Das Verwaltungsgericht Berlin erteilte mit diesem Eilurteil der Dobrint'schen Praxis ein Ende (zumindest kommt das so im ÖRR rüber). Faktisch liest sich das Urteil aber wie etwas, das mit "Farce" noch zu milde umschrieben ist.

Dienstag, Mai 20, 2025

Neulich beim ESC...

 Wer mir in meinem letzten Artikel über Palästina argumentativ nicht gefolgt ist, dem möchte ich die aktuellen Diskussionen um die Teilnahme Israels am ESC nahelegen. Man kann dies z.B. hier nachlesen.

Wie schon im vergangenen Jahr wird die Sängerin aus Israel für die israelische Politik und das Vorgehen der IDF (Israel Defence Forces) verantwortlich gemacht. Diesmal ist es besonders unerträglich, da Yuval Raphael zu den Überlebenden des Massakers vom 7. Oktober gehört.

Donnerstag, Mai 01, 2025

Palestina

Um den Konflikt im Nahen Osten zu verstehen, muss man einen Blick zurück in die Geschichte dieses Landstrichs machen. Weil in irgendeinem Buch steht, dass dieses Land von einem Gott einer bestimmten Ethnie versprochen wurde, haben wir mehr als 2.000 Jahre Kriege um einen Landstrich, in welchem Europäer nicht wohnen wollen würden, weil er zu karg, zu heiß oder zu religiös fundamentalistisch ist.

Dienstag, Juli 23, 2024

Neulich beim Kontrastieren...

 Am Donnerstag vergangener Woche strahlte der rbb sein Politmagazin Kontraste aus. Dieses hatte drei Themen:

  1. das Verbot des Compact Magazins
  2. der verabschiedete Haushalt und was die Schuldenbremse für Deutschland bedeutet
  3. eine (neue) Klage gegen das Klimaschutzgesetz

Worum es mir hier geht, ist aufzuzeigen, wie tendenziös die Berichterstattung mittlerweile in den öffentlich rechtlichen Medien ist. Ausgewogen ist etwas anderes. Nun stimmt es aber auch, dass Kontraste auch immer schon eher links war, d.h. eine gewisse Meinung vertreten hat, auf die man sich vorher einlassen konnte. Doch zunächst werde ich die drei Reportagen stichpunktartig zusammenfassen, so dass man meine Gedanken auch dann noch nachvollziehen kann, wenn der obige Link nicht mehr funktioniert.

Dienstag, Juni 11, 2024

Neulich in Stürzenberg...

 Am Freitag den 31.05.24 ist ein Mann mit afghanischem Migrationshintergrund auf Herrn Stürzenberger losgegangen, als dieser in Mannheim seine Kritik am Islam/Islamismus öffentlich machte. Einen kleinen Eindruck dazu, kann man hier oder hier bekommen. Der Polizist erlag am Sonntag seinen Verletzungen. 

R.I.P.

Bezeichnend ist, dass medial Herr Stürzenberger mit so interessanten Attributen wie "Islamhasser", "Islamkritiker" o.ä. bezeichnet wurde, nach dem Motto: ja klar, wenn einer ein Islamhasser ist, dann geschieht es ihm ja recht, von einem Muslim abgestochen zu werden.

Donnerstag, Dezember 21, 2023

Donnerstag, November 09, 2023

Mittwoch, September 27, 2023

Neulich, beim Faktenchecken...

 Wer faktenchecked die Faktenchecker? Schon die alten Römer hatten ihre Bedenken, ausgedrückt in dem Spruch "Quis custodiet ipsos custodes". Wer überprüft denn wirklich, was hier an Fakten durch die Faktenchecker unters Volk gebracht wird?

Ein kleines aber ärgerliches Beispiel ist die Maischberger Sendung letzter Woche. Man lässt Frau Neubauer (nachdem sie vergangenen Donnerstag schon bei Lanz sitzen durfte - warum?) mit Markus Blume von der CSU diskutieren. Ein Schelm, wer denkt, dass die CSU hier gut wegkäme. Doch es geht um die Fakten. Herr Blume bringt richtiger Weise noch mal das Thema Atomkraft an, was Frau Neubauer zu einem Monolog nötigt, der sich so liest (und hier einsehbar ist - Hervorhebungen von mir):

Dienstag, August 08, 2023

Neulich, bei der strukturellen Misanthropie...

 Aktuell sind wieder viele selbsternannte Weltenretter, Klimaretter und andere Arten von Straftätern Aktivisten unterwegs, die uns erzählen, wie böse doch wir Menschen sind und wie gut es dem Planeten (von dem es keinen Planeten B gibt) ginge, gäbe es uns Menschen nicht.

Hierbei übersieht man leicht, dass es sich um eine strukturelle Menschenfeindlichkeit handelt, die sich hinter den (vermeintlich guten) Forderungen verbirgt. Und das sieht so aus...

Dienstag, Juli 25, 2023

Neulich, beim Touré-Syndrom...

Das Tourette-Syndrom ist ja bekannt. Man sollte jetzt aber noch das Touré-Syndrom in die Liste der psychischen Erkrankungen aufnehmen, denn wie man hier lesen kann, leidet Frau Touré an einer schweren Amnesie kombiniert mit einer Dyskalkulie. Im Artikel heißt es:

Dienstag, Juni 13, 2023

Neulich bei den Zelotierenden...

Jemand, der in blindem Eifer handelt - und das auch noch religiös motiviert - ist ein Zelot. Insofern sollten wir konsequent sein und nicht mehr von Klimaaktivismus oder Klimaaktivisten reden, sondern vom Klimazelotismus oder Klimazeloten - der angenehme Nebeneffekt ist, dass sich Zeloten auch besser auf Idioten reimt, falls man das mal braucht.

Es gleicht frappierend religiösem Eifer, wenn mantraartig der Singsang um erneuerbare Energien angestimmt wird. Es ist erschreckend zu sehen, wie fest an einen Weltuntergang geglaubt wird und es passt genau ins Bild, dass Fakten, die nicht ins Bild passen, komplett ignoriert werden. 

Ich will das mal an den nachfolgenden Punkten festmachen. Zur Vereinfachung betrachte ich den religiösen Eiferer (z.B. fundamentaler Christ, orthodoxer Jude oder radikaler Muslim bzw. Salafist) im vergleich zum klimaaktivistischen Eiferer.

Dienstag, Mai 23, 2023

Mein Name ist Bohn... Bundes Bohn

Letzten Samstag beging ich den Fehler mein Glück für eine Reise zum Chiemsee (Entfernung ca. 90 km) bei der Deutschen Bahn zu suchen. Für den Ticketkauf installierte ich mir die App, die 21,50 € für die einfache Fahrt konnte man auch per Kreditkarte in der App bezahlen - so far, so good.

Sonntag, April 23, 2023

Das po8ische Genderrätsel...

 Welche Aussage stimmt zum folgenden Satz:

Gestern haben die Veranstalter innen Plakate angebracht.

  1. Der Genderstern fehlt
  2. Es handelt sich nur um weibliche Veranstalter und es hat sich ein falsches Leerzeichen eingeschlichen.
  3. Der Satz ist semantisch und grammatikalisch korrekt.

 

Donnerstag, März 02, 2023

Mittwoch, November 16, 2022

Pecuina non olet...

... , also Geld stinkt nicht, wussten schon die alten Römer, als sie in öffentlichen Toiletten (übrigens genderneutral, denn Frauen wie Männer saßen nebeneinander auf dem Donnerbalken unter welchem ein steter Wasserfluss die Überreste der Nahrungsaufnahme entsorgte) ein paar Münzen für das private Geschäft verlangten.

Und wann stinkt Geld noch weniger? Wenn es nur noch virtuell ist. Einen ersten Schritt, unter dem Deckmantel der Verhinderung von Geldwäsche, ist gerade in Vorbereitung, bei welchem die Obergrenze für Bargeldzahlungen auf 10.000 € festgelegt werden soll .