Montag, Februar 23, 2026

Es muss enden...

Das Endende


Im Wortgewirr such’ ich das schlichte, klare Ende

und höre doch nur Formen, verdrehte, künstlich mitsprechende,

wo Sprache einst in Ruhe floss — jetzt laut krakeelend gendernde,

verwirrte Redner - wohin führt die sich weiterwendende


Verheißung? Ich sehne mich nach Tönen, sanfte, schlichte sprechende,

statt Zeichenketten, steif gebaut, und künstlich endende;

die Sprache - frei, wird einengende, belehrende

ihr Pfad verliert sich. Das sprachlich überziehende


tötet die Worte. Diese leben erst, wenn sich semantisch findende

Enden verbinden, nicht, wenn, Normen folgend, ständig prüfende;

drum wünsch’ die Klänge mir zurück, die leise schwingende,

sich Sinn in sich entfaltend, ohne Formen, hemmende.


So end' ich dieses Lied, das schlicht die Freiheit will,

und ruf: „Bewahrt das Erbe, denn Sprache ohne Sinn ist still.“